Kirchheim

Gemeinwohl steht über allem anderen

Ehrung  Christoph Lempp engagiert sich bereits seit zwei Jahrzehnten ehrenamtlich im Kirchheimer Gemeinderat.

Scheck¸bergabe Abschluss Weihnachtsaktion Teckboten Weihnachtsaktion 2009spende, 74.400,--EuroÜber die Spendenbereitschaft der T
Scheck¸bergabe Abschluss Weihnachtsaktion Teckboten Weihnachtsaktion 2009spende, 74.400,--EuroÜber die Spendenbereitschaft der Teckboten-Leser freuen sich von links Christoph Lempp, Birgit Blank-Gleich und Willi Kamphausen vom Br¸ckenhaus, Verleger Ulrich Gottlieb, gleichzeitig Vorsitzender des Vereins ¿Gemeinsam f¸r eine gute Sache¿, Sabine Gro§ und Georg Hug vom häuslichen Kinderhospizdienst sowie Rudi Dölfel und Anka Kosch von ¿Forum Altern¿

Kirchheim. Seit 20 Jahren ist Christoph Lempp Mitglied des Kirchheimer Gemeinderats. Nicht nur wegen seiner sozialen Ader bescheinigte ihm Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker: „Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum guten gesellschaftlichen Miteinander in unserer Stadt.“ Die Arbeit sei nicht einfacher geworden: „Die Entscheidungen sind komplexer denn je, und die Ratsmitglieder müssen viel Kritik einstecken - ob die Kritik nun berechtigt ist oder nicht.“

Christoph Lempp setze sich als Mitglied der Grünen-Fraktion auch in seinem privaten Alltag für Umwelt- und Naturschutz ein, wie die Oberbürgermeisterin bemerkte: „Anders als auf dem Fahrrad kenne ich Sie gar nicht.“ In seiner Haltung ist er auch sonst konsequent. So erinnerte Angelika Matt-Heidecker daran, dass er beim brisanten Thema „Hallenbad“ schon 2008 eine ganz eigene Auffassung vertreten hat: „Baden in geheiztem Trinkwasser ist Luxus.“

An rund 220 Gemeinderatssitzungen habe Christoph Lempp seit seiner Verpflichtung als Nachrücker am 5. Februar 1997 teilgenommen. Nicht berücksichtigt seien dabei Ausschusssitzungen oder Klausurtagungen. Hinzu komme das Vor- und Nacharbeiten einzelner Sitzungen sowie das Gespräch mit der Bürgerschaft.

Vorbildlich setzt er sich nun auch für das neue Denkmal auf dem Alten Friedhof ein. Es dient der Erinnerung an die zivilen Opfer des Nationalsozialismus und soll zur Hälfte aus Spenden finanziert werden. Christoph Lempp spendet seine Jubiläumsgabe in Höhe von 150 Euro für dieses Denkmal.

Er selbst erinnerte an Themen der vergangenen 20 Jahre: Im Februar 1997 sei es um das Raumordnungsverfahren für Stuttgart 21 gegangen - hochaktuell, weil jetzt gerade in Kirchheim an der Trasse gebaut wird. Anfang 2007 habe es im Gemeinderat einen Sachstandsbericht zur Nordwesttangente gegeben. Dieses Thema ist längst in der Versenkung verschwunden. Eines aber habe sich nicht verändert: „Wir pflegen hier im Gemeinderat eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Über alle Tagesaufgeregtheiten hinweg fühlen wir uns dem Gemeinwohl verpflichtet.“Andreas Volz

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