Kirchheim

Kleiner Mann ganz groß

Szenenwechsel Die Kindertheatergruppe von „Kunst und Kampf“ erzählt die Geschichte vom kleinen Muck – temporeich und voller Witz. Von Nicole Mohn

Der kleine Muck hat‘s nicht leicht.Foto: Nicole Mohn
Der kleine Muck hat‘s nicht leicht.Foto: Nicole Mohn

Man muss nicht groß sein und viele Muckis haben, um ein Held zu sein. Mit Köpfchen und etwas Glück macht der „Kleine Muck“ aus dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff seinen Weg. Seine Geschichte hat die Kindertheatergruppe von „Kunst und Kampf“ in Kirchheim anlässlich der Kinder- und Jugendtheaterwochen „Szenenwechsel“ neu erzählt.

Einfach hat es der kleine Muck nicht in seinem Leben: Erst ärgern in die frechen Katzen der alten Frau Ahavzi, dann missgönnen ihm die Diener im Palast des Padischah die Gunst des Fürsten und jagen ihn davon. Und als alter Mann hänseln ihn die Kinder. Dabei ist der kleine Muck ein mutiger Mann, der sich mit etwas List und Gewitztheit durchsetzt.

Kurzweilig setzte die kleine Theatergruppe von Grundschülern um den Kirchheimer Theaterpädagogen Frieder Knauss das Märchen von Wilhelm Hauff in Szene und zeigte dabei, dass sie in der rund viermonatigen Probezeit viel über Sprache und Ausdruck gelernt haben. Untermalt mit stimmigen Soundeffekten und Musik boten die Kinder mit Frieder Knauss als Erzähler temporeiche Unterhaltung mit Witz und Charme. Ein kindgerechtes Theaterstück ohne den mahnenden Zeigefinger, doch mit der klaren Botschaft: Auf das Äußere kommt es nicht an - auch ein kleiner Mann kann Großes vollbringen.

Schade nur, dass das Stück der Kinder so wenig junge Zuschauer im Publikum hatte: Auf den Bänken und Stühlen saßen in der Mehrzahl Mütter, Väter und andere Angehörige. Die durften aber mit Recht stolz sein auf das, was die Kinder erarbeitet haben.

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