Kirchheim

„Nicht warten, bis es nicht mehr geht“

Alter Andreas Kenner besucht das Kirchheimer Café Malta. Dort finden demente Menschen und ihre Angehörigen Hilfe.

Kirchheim. Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Kenner hat das Kirchheimer Café Malta für demenziell veränderte Menschen besucht. Er will für eine demenzgerechtere Gesellschaft und einen offeneren Umgang mit der Krankheit Demenz werben: „Wir müssen Schranken und Berührungsängste abbauen und die an Demenz Erkrankten stärker in unsere Gesellschaft integrieren“, forderte Andreas Kenner. „Die Demenzprojekte der Malteser zeigen neue Wege für das Miteinander auf und bieten gleichzeitig eine wichtige Entlastung für die Angehörigen.“ Gleichzeitig wies er darauf hin, wie wichtig es für alle Betroffenen sei, rechtzeitig zu der Krankheit Demenz zu stehen und Angebote wie das Café Malta und Sorglos-Begleitung zu nutzen.

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Das Café Malta, das in der Malteser Geschäftsstelle angesiedelt ist, ist von Montag bis Donnerstag immer nachmittags für drei Stunden geöffnet. Hier treffen sich jeweils sechs bis acht demente Frauen und Männer mit ausgebildeten Malteser Demenzbegleitern zu gemeinsamen Aktivitäten. Mittwochs trifft sich die Mal- und Gestaltungsgruppe, donnerstags gibt es einen reinen Männertreff. „Das ist ein guter Einstieg“, lobte Kenner. „In drei Stunden können auch Angehörige einiges erledigen oder sich ein paar Stunden Freizeit gönnen“, sagt Kenner. Kostenlose Schnuppertage im Café Malta sind jederzeit möglich. Im Moment gibt es freie Plätze. An jedem zweiten Freitag laden die Malteser Menschen mit Demenz mit ihren Angehörigen zum Freitags-Frühstück ein.

Durchweg positives Feedback

„Wir bekommen von den Angehörigen und den demenziell veränderten Menschen durchweg positive Rückmeldungen“, sagt Kirsten Döhring, die die Demenzprojekte der Malteser in Kirchheim gemeinsam mit ihrer Kollegin Dorothee Einselen koordiniert. „Unsere Gäste freuen sich auf die Geselligkeit in der Gruppe. Die Angehörigen sind dankbar für die geschenkte freie Zeit.“ 20 Malteser Demenzbegleiter sind derzeit in Kirchheim im Einsatz, um Demenzkranken zu helfen und Angehörige zu entlasten. „Angesichts der wachsenden Anzahl demenziell veränderter Menschen suchen wir dringend weitere Interessierte für diesen Dienst im Café Malta“, betont Döhring. Über eine größere Anzahl von Männern würden sich die Malteser besonders freuen, um auch spezielle Aktivitäten für an Demenz erkrankte Männer anbieten zu können. pm

Info Weitere Informationen gibt es bei den Malteser-Koordinatorinnen Kirsten Döhring und Dorothee Einselen unter der Telefonnummer 0 70 21/9  50 52 29, oder unter der E-Mail-Adresse demenzbegleitung.kirchheim@malteser.org.