Junge Zeitung

Rock mit viel Liebe

Die Band „Wild Garlic“ besteht aus vier Jungs, die gerade ihr erstes Album aufnehmen. Der 17 Jahre alte Georg Götzelmann, Sänger und Bassist der Band, macht neben einer Ausbildung zum Zimmermann seine Fachhochschulreife. Sein Bruder Aaron ist 16 Jahre alt, besucht das Ludwig-Uhland-Gymnasium und spielt Schlagzeug. Der 18-jährige Gitarrist Robi Gölz geht auf die Max-Eyth-Schule und Michi Oroszi, der Sologitarrist von Wild Garlic, ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Elektroniker. Sophie Schädel hat mit den Jungs gesprochen.

Wie seid ihr auf diesen doch sehr ungewöhnlichen Bandnamen gekommen?

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Robi: Am Anfang hießen wir noch SchraubeInDerWand, aber als wir kurz vor einem Konzert standen, wollten wir einen cooleren Namen finden. Ich habe im Internet eine Seite gefunden, auf der man Pflanzennamen eingeben und ins Englische übersetzen kann. Da habe ich dann gesehen, dass Bärlauch Wild Garlic heißt. Das hat mir gleich gefallen.

Wie ist die Band entstanden?

Georg: Im Winter 2009 kam ein Schulbandmitglied auf Robert und mich zu, weil er Unterstützung für eine Band gesucht hat. Robert und ich haben mitgemacht. Vor zwei Jahren hat Michi unseren früheren Gitarristen ersetzt und ein halbes Jahr später hat Aaron unseren früheren Schlagzeuger ersetzt. Ich wurde vom Gitarristen zum Bassisten und bin gleichzeitig Sänger geworden, weil wir noch einen gebraucht haben.

Welche Musikrichtung spielt ihr?

Michi: Das lässt sich schwer sagen. Wer sich einmal auf eine Musikrichtung festgelegt hat, schränkt sich selbst ein, und das wollen wir nicht.

Georg: Ich würde sagen, es ist Rock mit viel Liebe.

Was wollt ihr mit eurer Musik erreichen?

Michi: In erster Linie wollen wir Spaß haben. Natürlich ist es der Traum aller Musiker, mit ihrer Musik Geld zu verdienen, aber wir wollen keine kommerzielle Musik machen. Aber es wäre schon ein cooles Gefühl, einmal einen unserer Songs als Handyklingelton zu hören.

Wie oft probt ihr?

Robi: Mindestens einmal pro Woche treffen wir uns, wenn möglich auch zweimal. Wenn wir uns mal nicht treffen, fehlt was.

Fiel es euch in den ersten Monaten schwer, bekannt zu werden und an Auftritte zu kommen?

Robi: Die Auftritte kamen so nach und nach. Am Anfang hatten wir nur Schulauftritte, weil wir ja eine Schulband waren. Es wurden aber immer mehr, bis wir letzten Winter dann monatlich zwei Auftritte hatten.

Wie lange wollt ihr noch Musik machen?

Georg: So lange, wie es uns noch Spaß macht. Also mindestens, bis wir 100 sind.

Wie schreibt ihr eure Lieder?

Aaron: Georg schreibt Melodie und Text. Bei der Probe schreibt Robi dann die Akkorde dazu und ich denke mir Trommelrhythmen aus. Das ist bei uns keine sonderlich komplizierte Sache, weil man sich mit Musik einfach gut verständigen kann.

Wie fühlt ihr euch vor einem Auftritt?

Michi: Zuerst bin ich gar nicht aufgeregt, sondern kann es kaum erwarten, endlich auf die Bühne zu gehen und mich so richtig auszutoben.

Aaron: Kurz bevor wir auf die Bühne gehen, haben wir immer Herzflattern, aber sobald wir anfangen zu spielen, haben wir durch das viele Adrenalin ein supergutes Gefühl. Da geht man automatisch zufrieden von der Bühne.

Wie sieht’s aus mit eurem Album?

Aaron: Vor einem Jahr haben wir Frieder Rexer, einen Bekannten von uns und Schlagzeuger der Band My Little Rockstar Dream, gefragt, ob wir in seinem Studio unser erstes Album aufnehmen können. Er hat uns dazu geraten, zuerst mehr Erfahrung zu sammeln und unser Repertoire zu erweitern. Das haben wir gemacht und haben im Frühling 2011 mit den Aufnahmen begonnen. Irgendwann nächstes Jahr kommt das Album dann raus.