Lokales

Finanzspritze für Rettungszentrum

DRK-Bereitschaft Weilheim erhält von Kommunen des Verwaltungsraums Anschubfinanzierung

Um in Notfällen Leben zu ­retten, sind sie rund um die Uhr in Bereitschaft – jetzt haben die Mitglider des DRK Weilheim einen zusätzlichen Kraftakt zu stemmen: An der Mali­straße soll für 120 000 Euro ein ­Rettungszentrum „light“ ­entstehen. 8 000 Euro steuern die Kommunen des ­Verwaltungsraums bei.

Zur Freude der Bereitschaftsleiter des DRK-Weilheim, Sigrun Maurer-Schindel und Andreas Schober, gab`s aus den Händen der Bürger
Zur Freude der Bereitschaftsleiter des DRK-Weilheim, Sigrun Maurer-Schindel und Andreas Schober, gab`s aus den Händen der Bürgermeister des Verwaltungsraums, Rolf Kammerlander, Marcel Musolf, Johannes Züfle, Jürgen Riehle und Martin Funk (v. li.) einen Scheck über 8¿000 Euro.Foto: Jean-Luc Jacques

Holzmaden. Den Nikolaustag nutz­ten die Rathauschefs von Weilheim, Bissingen, Holzmaden, Neidlingen und Ohmden, um der DRK-Bereitschaft aus den Gemeindesäckeln beziehungsweise dem Stadtsäckel eine vorweihnachtliche Gabe zukommen zu lassen. 4 000 Euro steuert die Limburgstadt bei. Die vier Gemeinden geben dem DRK jeweils 1 000 Euro als Finanzspritze für das Bauvorhaben – als Rettungszent­rum „light“ betitelt, weil kein aufwendiges Rundumpaket geschnürt wurde. „Mit unserem Beitrag wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle bei der Scheckübergabe in der Holzmadener Gemeindehalle. Jürgen Riehle, Schultes der Urweltgemeinde, unterstrich die Bedeutung der DRK-Bereitschaft für den gesamten Verwaltungsraum.

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„Wir freuen uns über die Unterstützung durch die Kommunen und dass sie über den Tellerrand hinausblicken“, sagte Bereitschaftsleiterin Sigrun Maurer-Schindel. Angesichts der Projektkosten in Höhe von 120 000 Euro begreift das DRK die Beiträge der öffentlichen Hand als Anschubfinanzierung. „Wir haben zum ersten Advent unsere bislang größte Spendenaktion gestartet“, so die Chefin des Weilheimer DRK, die bereits einen Füllstand im Spendentopf von gut 10 000 Euro vermelden kann.

Die Eigenmittel der Bereitschaft reichen bei Weitem nicht aus, um das Vorhaben zu schultern. „Zur Not haben wir aber die Rückendeckung des Kreisverbands“, erklärte Bereitschaftsleiter Andreas Schober. „Unser Ziel ist, Räume, Material und Fuhrpark langfristig zentral an einem Ort unterzubringen. Nur so können wir schnelle Einsatzzeiten garantieren.“

Mit dem Abbruch des WepamatFirmengebäudes in Weilheim vergangenen Sommer verlor das DRK eine Unterstellmöglichkeit für seine Einsatzfahrzeuge. Die soll nun in direkter Nachbarschaft zur Feuerwehr entstehen. Dazu wird der Büroteil an der Malistraße abgerissen und stattdessen eine Doppelgarage erstellt. Seine Büroräume wiederum verlagert das DRK ins Dachgeschoss des Gebäudes. Die vorübergehende Nutzung von Garagen an der Häringer Straße soll durch die neue Lösung überflüssig werden.

Um das Mammutprojekt zu verwirklichen, klappert das DRK nicht nur mit den Spendendosen. Geplant sind neben Altkleidersammlungen und Blutspendeaktionen auch Eigenleistungen in der Bauphase. Dass Mitglieder von Feuerwehren der umliegenden Orte bereits signalisiert haben, ebenfalls die Ärmel für das DRK hochkrempeln zu wollen, freut Sigrun Maurer-Schindel besonders: „Wir können jede Art von Unterstützung gebrauchen.“

Außer Frage steht für die Frontleute des Weilheimer DRK, dass sie mit ihrem Spendenaufruf auf große Resonanz stoßen werden. Denn obwohl die Aktion erst wenige Tage läuft, ist – abgesehen vom Beitrag der Kommunen – mit 10 000 Euro bereits ein ordentlicher Grundstock gelegt.„Wir haben Einsatzfahrzeuge beschafft, das Helfer-vor-Ort System und das Konzept herzsicherer Verwaltungsraum Weilheim eingeführt“, so gibt sich die Bereitschaft auf dem für das Projekt gedruckten Flyer selbstbewusst. Damit sämtliche Puzzleteile ineinandergreifen, fehlt nur die zentrale Unterbringung.