Lokales

Gemeinde lässt sich Schulstandort `was kosten

Investition von 1,5 Millionen Euro – 13 Gewerke für rund 770 000 Euro vergeben

Bissingens Schule wird ein neues Gesicht erhalten. Dazu hat der Gemeinderat den größten Teil der Arbeiten mit einem Finanzvolumen von rund 770 000 Euro in jüngster Sitzung vergeben. Noch im Frühjahr sollen die Bagger anrollen.

Bissingen. Von der Grund- und Hauptschule zum kommunalen Bildungshaus: Mit viel Elan setzt die Seegemeinde das Konzept Grundschule, Mensa, Kindergarten und Bücherei unter einem Dach um. Billig wird es nicht. Die Kommune lässt sich den neu strukturierten Schulstandort insgesamt über anderthalb Millionen Euro kosten.

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Jetzt vergab der Gemeinderat mit 13 Gewerken den Großteil der Bauarbeiten. Dazu gehören die Abbruch-, Erd- und Stahlbetonarbeiten, die Dachabdichtungs- und Blecharbeiten sowie der Putz- und Gerüstbau, das Fliesen-, Platten- und Estrich-Gewerke ebenso wie die Fensterbauarbeiten, die Türen- und Tischlerarbeiten, der Sonnenschutz, der Trockenbau, die Aufzugsarbeiten, Maler- und Lackierarbeiten, die Bodenbeläge sowie die Raumausstattung, die Heizungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten. Alles zusammen zu einem Angebotspreis von 768 096,50 Euro.

Die stille Hoffnung der Gemeinde nach einem niedrigeren Baupreisniveau erfüllte sich nicht. „Das Preisniveau hat sich nicht wirklich abgesenkt“, bedauerte Bürgermeister Marcel Musolf. Deshalb wollte der planende Architekt Jochen Stüber auf Nummer sicher gehen und beschränkte sich bei der Ausschreibung nicht nur auf das Handwerk in der Region, sondern ging darüber hinaus. Die Nachwehen der Hagelschäden des vergangenen Jahres sind eben immer noch spürbar, sowohl in der Auslastung als auch im Preis.

Dennoch sahen sich Bürgermeister Musolf und Planer Stüber auf einem guten Weg. Die Kosten konnten durch den Blick über die Region hinaus und das Schnüren sinnvoller Maßnahmenpakete nicht nur im Rahmen gehalten werden, sondern Jochen Stüber freute sich, über einen „Puffer“ von rund 70 000 Euro berichten zu können. Insgesamt stellte die Kommune für die Neustrukturierung des Schulstandorts mit den erforderlichen Brandschutzeinrichtungen 1,6 Millionen Euro bereit.

Die Kostenprognose liegt bei 1,46 Millionen Euro. Ein letzter großer Brocken, der auf die Gemeinde zukommt, sind die Landschaftsbauarbeiten, deren Ausschreibung momentan noch läuft. Die Bürgervertreter werden sie in ihrer nächsten Sitzung im März vergeben.