Lokales

Treffen auf halber Strecke

Die Lücke im Radweg ist geschlossen – Freie Fahrt zwischen den Kirchheimer Bürgerseen und Reudern

Jetzt gibt es keine Lücke mehr im Radwegenetz zwischen Reudern und den Kirchheimer Bürgerseen. Zur Eröffnung des neuen Radwegs waren alle Beteiligten mit dem Radl da.

Machen den Weg frei: Angelika Matt-Heidecker und Otmar Heirich (vorne im Bild), flankiert von Andreas Ewerle, Klaus Ullrich, Gün
Machen den Weg frei: Angelika Matt-Heidecker und Otmar Heirich (vorne im Bild), flankiert von Andreas Ewerle, Klaus Ullrich, Günter Riemer, Gerd Haug und Marietta Weil.Foto: Mara Sander

Kirchheim/Nürtingen. Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker kam gestern ganz sportlich mit dem Fahrrad nach Reudern um den 600 Meter langen Abschnitt zu eröffnen, der die Lücke im Radwegenetz zwischen Reudern und den Kirchheimer Bürgerseen schließt. Das tat sie zusammen mit Bürgermeister Günter Riemer, ihrem Nürtinger Amtskollegen Otmar Heirich, Klaus Ullrich vom Regierungspräsidium, dem Planer Gerd Haug, Andreas Erwerle, technischer Beigeordneter aus Nürtingen, Gerhard Linder, stellvertretender Tiefbauamtsleiter Nürtingen und der Reudener Ortsvorsteherin Marietta Weil.

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Sie alle trafen sich an der ehemaligen Reuderner Kläranlage Ost, wo die neue Strecke beginnt oder anschließt. Die 600 Meter lange und 2,50 Meter breite Wegstrecke führt von oder aus Richtung Kirchheim 400 Meter durch den Wald und sollte eigentlich als „bundesstraßenbegleitender Radweg“ entlang der B 297 führen. Allerdings gab es Probleme mit dem Grunderwerb, der zu einer jahrelangen Lücke im Radwegenetz führte. Diese musste aus Gründen der Sicherheit für die Radfahrer unbedingt geschlossen werden.

Da der Kauf aus privater Hand für diesen Zweck nicht möglich war, wurde die Alternative gefunden, den Weg über ein Nürtinger Grundstück auf Kirchheimer Markung zu führen. Was kompliziert klingt, wurde aber in Zusammenarbeit der zuständigen Behörden unbürokratisch möglich gemacht. „Beide Städte haben sich sozusagen auf halber Strecke getroffen“, so Angelika Matt-Heidecker an dem Radweg, der fast in der Mitte beider Städte liegt. Sie scherzte über Zeiten, „in denen angeblich die Kirchheimer die Gemarkungssteine versetzt haben sollen“.

Jetzt ist „eine für alle Beteiligten akzeptable Wegführung“ gefunden worden, so Nürtingens Oberbürgermeister Otmar Heirich. Er betonte, dass der neue Radweg gut in das Konzept, Berufsfahrradverkehr zu fördern, passe. Schließlich sei er nicht nur für Schüler oder Freizeitsportler da. Viele Berufstätige nutzten ihn, darunter auch städtische Angestellte, so Heirich. Planer Gerd Haug kann jetzt endlich seinen Ruhestand genießen, denn diesen Radweg wollte er unbedingt noch fertiggestellt wissen. Mit der offiziellen Eröffnung, bei der das rot-weiße Flatterband feierlich zerschnitten wurde, ist die Strecke nun frei für die Öffentlichkeit.

Die Kosten in Höhe von insgesamt 60 000 Euro trägt der Bund, über die Unterhaltskosten wird allerdings noch verhandelt.