Lokales

Wand soll ab Sommer für Ruhe sorgen

Mucksmäuschenstill wird es an der Umgehungsstraße in Kirchheim niemals. Dennoch können lärmgeplagte Bürger im Rauner aufatmen: Ab Sommer schützt sie eine Wand vor Lärm. Auch auf der gegenüberliegenden Seite soll künftig nicht mehr Krach ankommen als heute.

Irene Strifler

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Kirchheim. Exakt über 872 Meter soll sich die Lärmschutzwand an der Westseite der B 297 erstrecken, von der Aichelbergstraße bis zur Gießnauquerung nach der Limburgstraße. Die Kosten von 1,3 Millionen Euro übernimmt das Land abzüglich eines Verwaltungsanteils in Höhe von 100 000 Euro. „Es wird ruhiger in Kirchheim“, sagte Bürgermeister Günter Riemer in der Sitzung des Technischen Ausschusses. Im Juni soll mit dem Bau der Wand, an der hochabsorbierender Porenbeton Verwendung findet, begonnen werden. Während der viereinhalbmonatigen Bauzeit muss die Bundesstraße halbseitig gesperrt werden, der Verkehr von der Autobahn Richtung Göppingen darf weiterfließen. Begrünungen sollen das Bauwerk schmücken, an den Brücken sind Glaswände geplant.

Wie berichtet, hatten Anwohner auf der anderen Seite der Straße Befürchtungen geäußert, bei ihnen könnte der Lärm anschwellen. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde erläutert, dass laut vorliegenden Daten nicht mit einer Verschlechterung durch Lärmreflektion zu rechnen sei, zumindest nicht in einem für das menschliche Ohr wahrnehmbaren Bereich. „Wir sind weiterhin skeptisch, freuen uns aber, wenn es so ist“, sagte Albrecht Blessing aus der betroffenen Anwohnerschaft auf Nachfrage des Teckboten.

Obwohl das Regierungspräsidium bislang einer Temporeduzierung von 70 auf 50 Stundenkilometer auf der Bundesstraße stets eine Absage erteilt hatte, riet Eva Frohnmeyer-Carey von der Frauenliste dazu, auch künftig hier nicht locker zu lassen.