Fussball Kreisliga A

Die Liga drückt den Dettingern die Daumen

Kreisliga A Mit einem Sieg bei Spitzenreiter Oberboihingen könnten die SFD die Aufstiegskonkurrenz froh machen.

Dettingen. Auf die Kreisliga-A-Fußballer der Sportfreunde Dettingen wartet am Sonntag beim TSV Oberboihingen ein Spezialauftrag. Sie sollen verhindern, dass der Tabellenführer der Konkurrenz enteilt. Der kickende SFD-Funktionär Robin Spranz kennt die Erfolgsformel dafür: „Aus einer kontrollierten Defensive spielen, und vorne geht bei uns immer was“, schmunzelt er. Soll heißen: Offensivdrang gehört bei den Dettingern zum normalen Rüstzeug.

Dass diese Vorgehensweise allerdings keinen Selbstläufer darstellt, zeigte sich in den ersten Partien der Runde - oft zähe Angelegenheiten mit einer nicht immer ausreichenden Punktebeute. Mit dem Derbysieg in Jesingen vor rund zwei Wochen scheint eine wesentlich bessere Phase anzubrechen. Das in der Höhe eher unerwartete 4:0 gegen Türkspor Nürtingen vergangenen Sonntag lief bereits unter der Kategorie Topleistung - ein Formanstieg zur rechten Zeit vor dem Duell beim Liga-Ersten. „Aktuell haben wir zudem eine Partie weniger ausgetragen als viele Konkurrenten, deshalb auch in dieser Hinsicht noch Möglichkeiten“, merkt Spranz an.

Vor der wohl bislang anspruchsvollsten Aufgabe der Runde in Oberboihingen zogen die Dettinger unter der Woche ihr Training konzentriert durch, das laut Spranz „in dieser Saison sowieso immer gut besucht ist“.

Trotzdem: Der Gegner flößt Furcht ein, speziell die Bilanz des Toptorjägers. Marc Brändle hat als einziger Spieler der Liga bereits zweistellig getroffen (14). Eine Wiederholung oder gar Verbesserung seiner Vorjahresbilanz, als er im Dress des TV Tischardt 36 Treffer erzielte, wäre keinesfalls ein Wunder.

Tummeln sich die Dettinger derzeit auf Tabellenplatz neun, grüßen die Jesinger von deutlich weiter oben. Das 4:3 in Schlaitdorf brachte zwar einen am Knie schwer verletzten Keeper Reinöhl, aber den Sprung auf Tabellenplatz drei in Schlagdistanz zu den beiden Spitzenteams aus Oberboihingen und Harthausen. „Alle Tore in Schlaitdorf hat das Team schön herausgespielt“, lobt Jesingens Trainer Danell Stumpe, der im Spiel am Sonntag gegen Altdorf auf der Torwartposition wechseln muss. Für den verletzten Thomas Reinöhl übernimmt wie erwartet Florian Greiner. Gegner Altdorf gilt als schlagbar. Außer einem Heim-Remis gegen Germania Schlaitdorf setzte es ausnahmslos Niederlagen.

Ligaschlusslicht TSV Weilheim II bekommt es am Sonntag mit dem beachtlich gestarteten Neuling TSV Linsenhofen zu tun. Dessen 6:1 gegen den TB Neckarhausen - eine Warnung für TSVW-Coach Robert Walter, der um Verständnis für den mauen Saisonstart mit einem Zähler aus fünf Begegnungen wirbt. „Neue Liga, neue Spieler, jeder Fehler wird bestraft“, nennt Walter Gründe für den Fehlstart. Reimund Elbe

Chillen statt kicken

Der SV Nabern schaltet am Wochenende in den fußballerischen Chill-out-Modus. Die bemerkenswert gut in die Saison gestarteten SVN-Fußballer stürzen sich erst am Tag der Deutschen Einheit per Heimpartie gegen den TSV Jesingen wieder ins Getümmel. „Die Pause haben wir uns verdient“, sagt Spielertrainer Marcel Geismann nach elf Punkten aus sechs Partien und Tabellenplatz drei. rei

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