Lokalsport

Aufstiegsträume in Weilheim und Kirchheim

Rückrundenstart im lokalen Frauenfußball

Für die fünf aktiven Frauenteams der Teckregion beginnt an diesem Wochenende wieder der Ernst des Fußballlebens. TSV Weilheim und VfL Kirchheim starten jeweils als Tabellenführer der Regionen- und Bezirksliga in die Rückrunde.

Weilheim. Ein Aufsteiger sorgt für Furore – im ersten Jahr ihrer Regionenligazugehörigkeit haben die Fußballerinnen des TSV Weilheim auf Anhieb als Tabellenführer die Vorrunde beendet. In den zehn ver­bleibenden Spielen bis Saisonende winkt dem TSVW der Aufstieg in die Landesliga, im württembergischen Frauenfußball nach Ober- und Verbandsliga immerhin die dritthöchste Spielklasse. Ziel ist der Titel zwar nicht, aber Trainer Roland Lang hat Blut geleckt. „Wir wollen solange wie möglich um die Tabellenspitze spielen.“ Dass sie das Zeug dazu haben, bewiesen die Limburgstädterinnen auch in der Rückrundenvorbereitung. Dem Bezirksmeistertitel in der Halle folgten durchweg positive Testspielauftritte. Vor allem der Sieg gegen Verbandsligist SV Böblingen sorgte beim Trainer für Wohlwollen. „Da haben meine Spielerinnen gezeigt, dass das Feuer der Vorrunde noch lodert“, so Lang. Bestätigt wurde der gute Eindruck durch den 4:0-Sieg im Bezirkspokalviertelfinale am vergangenen Mittwoch gegen Bezirksligist Ditzenbach/Gosbach. Was all das wert ist, wird sich gleich im Auftaktspiel am morgigen Sonntag zeigen. Um 10.30 Uhr gastiert der punktgleiche Tabellenzweite FC Römerstein im Lindachstadion. „Wir werden auf jeden Fall auf Sieg spielen, um gleich für klare Verhältnisse zu sorgen“, so Lang – das Selbstvertrauen ist berechtigt, haben die Weilheimerinnen den FCR doch bereits in der Vorrunde 6:1 abgewatscht.

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Eine Etage tiefer, in der Bezirksliga, Staffel 10, geht auch der VfL Kirchheim als Tabellenführer in die Rückrunde. Bei acht Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger ist das Selbstbewusstsein groß an der Jesinger Allee. „Wir möchten in die Regionen­liga“, sagt Norbert Krumm, zur Winterpause als sportlicher Leiter bei den VfL-Frauen eingestiegen. Personell hat sich einiges getan, drei Neuzugängen stehen fünf studien- und berufsbedingte Abgänge gegenüber. „Ich bin gespannt, ob in der Rückrunde alle mitziehen“, so Krumm.

Personalsorgen hat Lokalrivale SGM Schlierbach/Baltmannsweiler, der nach dem Abgang zweier Offensivkräfte faktisch ohne Stürmerinnen in die Rückrunde geht. Dazu verlief die Vorbereitung beim Tabellenachten durch die Abiturvorbereitungen vieler Spielerinnen eher holprig. „Darum wird es schwer, sich in der Tabelle zu verbessern“, glaubt Trainer Günter Hiedels, der im Zusammenhalt innerhalb des Teams jedoch auch positives Aspekte erkennt.

Drittes Teckteam in der Staffel 10 ist der TSV Weilheim II, der die Vorrunde auf Platz sieben beendete. „Das sehr junge Team quält sich noch etwas durch den Ligabetrieb“, resümiert Trainer Daniel Walter, der in der Rückrunde mindestens 16 Punkte holen will, „um mit einem guten Mittelfeldplatz die Saison zu beenden.“

Neuling SGM Wendlingen/Ötlingen geht in der Staffel 6 seit Saisonbeginn auf Punktejagd, sorgte als Tabellenfünfter für durchweg zufriedene Mienen im Rübholz. „Wir sind hoch erfreut über den Start unserer jungen Truppe“, so die beiden Spielleiter Martin Bestenlehner und Reno Eichhorst, die gleichzeitig über einen (zu) kleinen Kader klagen. „Wir sind froh, zu jedem Spiel eine Mannschaft auf den Platz zu bekommen.“ Im kommenden Jahr, wenn sich die Mädchenteams des TSV Ötlingen und TSV Wendlingen zur SGM zusammentun, sollen dann mit mehr Personal höhere Ziele angepackt werden.

In der aktuellen Saison sind mit 26  Frauenmannschaften so viele wie noch nie zuvor am Ball – ein Trend, der sich auch auf Verbandsebene zeigt: 2011/12 verzeichnen die WFV-Statistiker mit 335 Teams einen neuen Rekord.