Lokalsport

Double-Jubel bei Matthias Gantert

Tischtennis: VfL-Spieler wird Stadtmeister im Einzel und Doppel – Svenja Maurer holt Frauentitel

375 Teilnehmer hat der VfL Kirchheim zur Jubiläumsausgabe der Tischtennis-Stadtmeisterschaften in der LUG-Halle begrüßen können. An Position eins gesetzt war VfL-Spieler Matthias Gantert mit gerade mal zwei Satzverlusten der überragende Spieler des Turniers. Den Titel bei den Damen  A holte sich Svenja Maurer vom SV Nabern, der mit knapp 50 Aktiven erneut die meisten Teilnehmer stellte.

So sehen Sieger aus: Svenja Maurer vom SV Nabern (im Bild) und Matthias Gantert vom gastgebenden VfL sind die neuen Kirchheimer
So sehen Sieger aus: Svenja Maurer vom SV Nabern (im Bild) und Matthias Gantert vom gastgebenden VfL sind die neuen Kirchheimer Tischtennis-Stadmeister. Foto: Ralf Just

Kirchheim. Der erste Turniertag stand ganz im Zeichen der mit jeweils über 50 Teilnehmern besetzten Herren B- und D-Konkurrenzen. Im B-Doppel konnte mit Andreas Gölz/Alexander Röcker eine Paarung aus Nabern und Jesingen jubeln, wohingegen im Einzel Simon Maier (TTC Notzingen-Wellingen) denkbar knapp mit 13:11 im Entscheidungssatz den an eins gesetzten Andreas Braun (SV Nabern) niederkämpfte.

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Der Start in den Finalsonntag war den Herren C und ihrer Doppelkonkurrenz vorbehalten. Andreas Sommer und Patrick Binzer (TTF Neuhausen) hießen hier die Gewinner, nachdem sie die Kirchheimer Marcel Braun und Walter Brandl im Endspiel auf Platz zwei verwiesen hatten. Im Einzel spielte Marcel Braun dann jedoch groß auf und konnte für sich den ersten Stadtmeistertitel überhaupt und für den VfL den ersten Turniersieg 2016 einfahren.

Bevor die Königsklassen bei den Damen und Herren A starten sollten, stand das Mixed an, das Ana Ladan und Jakob Baum (SV Nabern) gegen Sara Feirer und Matthias Gantert (TSV Lichtenwald/VfL Kirchheim) gewannen.

Ihre langjährige Erfahrung und Routine spielten Gudrun Fischer und Heike Eulenberg vom TSV Weilheim im Damen-A-Doppel perfekt aus und holten sich den Titel.

Im Damen-A-Einzel machten die Youngsters dann den Turniersieg unter sich aus. Das Finale dominierte Svenja Maurer (SV Nabern), die Tamara Preiß (TSV Köngen) nur wenige Chancen ließ.

Nachdem das Mixed schon mal weg war, galt der Fokus von Matthias Gantert dem Doppel- und Einzeltitel. An der Seite seines Partners Daniel Gelfert (TSV Musberg) spielte er sich ins Finale, wobei im Halbfinale bereits fast Endstation war, als die jungen Wilden Patrick Müller und Dominik Goll (VfL Kirchheim/TSV Wendlingen) reichlich Gegenwehr leisteten. Auch das andere Halbfinale zwischen Klaus Hummel/Michael Hohl (VfL Kirchheim) und Jan Eder/Markus Holzer (VfL Kirchheim/TTF Neckartenzlingen) entwickelte einiges an Spannung. Ins Finale zogen Hummel/Hohl ein.

Vor dem Herren-A-Doppelfinale wurden dann die Gruppenspiele in der Einzelkonkurrenz ausgetragen. In der Endabrechnung qualifizierten sich bis auf Daniel Gelfert (TSV Musberg) alle gesetzten Spieler für die K.o.-Runde. Zum Dauerbrenner entwickelte sich Thiemo Holzhäuser (TB Beinstein), der mit seinem spektakulären Abwehrspiel nicht nur die Zuschauer begeisterte, sondern nacheinander auch vier Fünfsatz-Spiele bestritt. Erstes Opfer in der Runde der letzten 32 war VfL-Abteilungsleiter Axel Schorradt, der mit 12:14 das Nachsehen hatte.

Das qualitativ äußerst gut besetzte Feld der Herren A sah dann das wahrscheinlich längste Achtelfinale der Turniergeschichte. Bis auf VfL-Spieler Matthias Gantert, der seine Partie souverän 3:0 gewann, gingen alle anderen Duelle über die volle Distanz. Aus Sicht des VfL mit weniger glücklichem Ausgang. Erst verlor der Kapitän der Verbandsliga-Mannschaft, Patrick Strauch, mit 2:3 gegen Tobias Holl (TTV Zell), dann musste Michael Hohl dem Mitfavoriten Dominik Wörner (TV Murrhardt) nach großem Kampf gratulieren, und auch Jan Eder unterlag in einem denkbar engen Match mit 9:11 in Durchgang fünf Marco Bebion (TB Beinstein).

Letzte verbliebene VfL-Spieler im Starterfeld waren somit noch Matthias Gantert, Klaus Hummel und Patrick Müller, wobei Letztere auch noch gegeneinander antreten mussten. Bereits mit 2:0 Sätzen in Führung feuerte der junge Müller aus allen Rohren und hatte auch schon Matchbälle in Durchgang vier und fünf. Ins Viertelfinale zog jedoch Turnierrekordsieger Klaus Hummel ein.

Nach der Runde der letzten Acht fanden sich drei der vier Topgesetzten im Halbfinale. Während Matthias Gantert seinem Gegenüber Fabian Dolderer (SV Salamander Kornwestheim) ein klares 3:0 aufdrückte, entwickelte sich das zweite Semifinale zwischen Dominik Wörner und Klaus Hummel nach und nach gegen den VfL-Spieler, und Wörner sollte das Finale der beiden besten Spieler im Turnier perfekt machen.

Als ob er seine Zweifler so richtig abstrafen wollte, zeigte Gantert in den ersten beiden Sätzen, wie elegant und erfolgreich modernes Tischtennis aussehen kann. Auf fast jeden Ball seines Gegenübers hatte er eine oftmals nicht nur bessere, sondern auch spektakulärere Antwort. Ein ums andere Mal schlug die Rückhand des VfL-Akteurs, egal ob parallel oder quer über den Tisch, ein. Nach den drei Sätzen hätten sich die Zuschauer sicherlich noch eine Zugabe gewünscht, doch da stand Matthias Gantert zum zweiten Mal nach 2014 ganz oben auf dem Treppchen.jce