Lokalsport

Läuft es diesmal anders?

Die Knights wollen in Gießen zeigen, dass sich Geschichte nicht wiederholt

Drei Siege aus vier Spielen stehen auf dem Konto der Knights. Ein Saisonstart wie man ihn sich, angesichts der starken Gegner, nur wünschen konnte. Doch der Saisonstart weckt dunkle Erinnerungen: Auch im Vorjahr starteten die Ritter mit drei Siegen aus den ersten vier Spielen. Nun geht es gegen den Bundesliga-Absteiger aus Gießen.

Viel Arbeit wartet auf Kirchheims Große wie Björn Schoo (links). Gegen die reboundstarken 46ers müssen die Knights ihre zuletzt
Viel Arbeit wartet auf Kirchheims Große wie Björn Schoo (links). Gegen die reboundstarken 46ers müssen die Knights ihre zuletzt gezeigten Schwächen unter dem Korb ablegen. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Am Samstagabend (20  Uhr) heißt es in der Gießener Sporthalle Ost, Tabellenvierter (Kirchheim) gegen Tabellenachter (Gießen). Die Ritter können sich dabei ohne großen Druck an die Aufgabe machen. Nach dem Sieg am vergangenen Wochenende in Essen liegen die Teckstädter im Soll. Doch den Schlendrian möchte bei den Knights niemand einkehren lassen. „Wir haben noch nichts erreicht. Klar sind wir gut gestartet, aber das heißt noch lange nicht, dass die nächsten Spiele dadurch leichter werden“, warnt der Sportliche Leiter Karl Lenger.

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Morgen jedenfalls wartet ein starker Gegner. Trainiert wird die Mannschaft der 46ers vom ehemaligen Nationalspieler Denis Wucherer. He­rausragender Spieler in den Reihen der Gießener ist EM-Teilnehmer Myles Hesson. Der Brite spielte mit der Nationalmannschaft Großbritanni­ens bei der Europameisterschaft und zeigte im Spiel gegen die deutschen Jungs um Robin Benzing und Heiko Schaffartzik mit 21 Punkten seine stärkste Leistung. Auch in Gießen spielt der Forward mit 17  Punkten und 8 Rebounds pro Partie die Hauptrolle.

Unterstützung erhält er zumeist von Point-Guard Steven Bennett. Ein bekanntes Gesicht ist der Ex-Kirchheimer Benni Lischka. Seit dieser Saison trägt der Center das Trikot der 46ers. „Gießen ist eine sehr starke Mannschaft. Das wird ein schwieriges Spiel. Sie verfügen über jede Menge Qualität“, sagt Trainer Ignjatovic über den Gegner. Ob die Kirchheimer endlich vollzählig sein werden, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Ein Wackelkandidat ist weiterhin Mike Baumer. Wieder zurückgekehrt ins Trainingsgeschehen, kommt ein Einsatz in Gießen wohl noch zu früh für den Aufbauspieler.

Dennoch herrscht nach den letzten drei Siegen gute Stimmung bei den Rittern. Besonders DJ Byrd scheint in Kirchheim endgültig angekommen zu sein. Nach seiner Klasseleistung in Essen (28 Punkte), steigen die Erwartungen an den Shooting Guard. Dennoch ist klar, dass man mit einer ähnlichen Leistung wie im Spiel gegen Essen, wohl ohne Punkte aus Gießen zurückkehren wird. „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern, wenn wir dort etwas mitnehmen möchten“, ist sich auch Trainer Ignjatovic sicher. Wie wenig Aussagekraft ein guter Saisonstart hat, wissen vor allem die beiden langjährigen Kirchheimer Radi Tomasevic und Sebastian Adeberg. Nicht nur die beiden hoffen, dass sich Geschichte nicht wiederholt und die Saison, die bisher identisch verläuft wie im Vorjahr, mit einem Sieg in Gießen einen anderen Weg nimmt.cs