Lokalsport

Lokalmatadorin als Pechvogel

Weilheimer Reitturnier: Madeleine Fischer stürzt – 1 000 Zuschauer beim S**-Springen

Backofenhitze, Dauerregen, sintflutartiger Regen mit Platzüberschwemmung, strahlender Sonnenschein – wettermäßig gab es beim Jubiläumsturnier des Reit- und Fahrvereins das ganze denkbare Spektrum. Gut 1 000 Zuschauer bestaunten am Sonntagnachmittag das S**-Springen mit Stechen mit dem Favoritensieg von Timo Beck vom RV Stall Hanauerland auf seinem Pferd Cayenne.

40. Reitturnier in WeilheimSieger im Klasse s Springen mit StechenTimo Beck, hier aber nicht mit dem Siegergauln Cayenne, sonder
40. Reitturnier in WeilheimSieger im Klasse s Springen mit StechenTimo Beck, hier aber nicht mit dem Siegergauln Cayenne, sondern mit dem Pferd das den 5. Platz belegte, Le Conte

Weilheim. Timo Beck siegte im Finale mit 0 Fehlern in 42,01 Sekunden vor Christian Heidecker (RK St. Johann) auf dem Hengst Christdorn (0/43,39) und Thomas Kluge (RFV Murrhardt) auf Santana (0/43.44). Lokalmatadorin Madeleine Fischer hatte es mit einem fulminanten, fehlerfreien Ritt in das Stechen von acht Reitern geschafft und entwickelte dort riesiges Pech: Sie wolle es bei ihrem Heimspiel zu gut machen und stürzte mit ihrem Pferd. Damit musste sie mit Platz acht vorliebnehmen – es war zwar nicht das von ihr erhoffte Ergebnis, aber immer noch ein höchst respektables.

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Das 40. Weilheimer Turnier fand dieses Jahr ohne Dressur statt, dafür mit einem S**-Springen, das sich in der Qualität von einem „S*“-Springen unterscheidet: Ein Hindernis ist noch höher (bis 1,50 Meter) und ein Oxer noch breiter (bis 1,80 Meter). Außerdem sind die Wege zwischen den Hindernissen schwieriger – sie sind nicht gerade, sondern linienförmig oder recht kurz. Natürlich ist auch das Preisgeld höher und der Reiter und die Reiterin erreichen mehr Ranglis­tenpunkte. Ein weiterer Unterschied ist der, dass das begehrte „Goldene Reitabzeichen“, welches man nach zehn S-Siegen verliehen bekommt, mittlerweile nur noch über ein S**- Springen zu erreichen ist.

Das Weilheimer S**-Springen zog diesmal magnetisch an: Top-Reiter des Landes kamen. Timo Beck, einer der besten Reiter der Region und bereits sicher für die Schleyerhalle qualifiziert, oder Tim Hoster, Adrian Schmid, Alexandra Heinzmann, Sieger und Siegerinnen der Vorjahre in Weilheim, aber auch Alexandra Paul aus Bayern kam. Letztlich wurden die Siege größtenteils unter den Favoriten aufgeteilt. Die Zeitspringprüfung der Klasse S* entschied ebenfalls Timo Beck mit Le Conte vor Markus Kölz (RFG Burkhardshof) auf Sheila und Andreas Brünz (RC Aischbach/Gültstein) auf Millenium de Roy. Bei der Springprüfung der Kl. S* am Samstag herrschte internationales Flair, als der Bulgare Rossen Raytchev auf Antonov vor Timo Beck auf Cayenne und dem Briten Claire Farnham auf Liberty Life gewann. Am Sonntagmorgen, beim Finale Mittlere Tour, siegte Alexandra Paul (RFV Altusried) auf ASG Wotticella. Platz zwei ging an Julia Baur (TRG Baltmannsweiler) auf Robin Goodfellow wiederum vor Timo Beck auf Esco­real – Beck als Mehrfachplatzierter in Weilheim.

Drei reitsportliche Tage gingen am Egelsberg gestern zu Ende. Es war eine gelungene Veranstaltung – aber Kritik gab es auch. Vereinzelt wurden Stimmen laut, dass etwas fehlte – die Dressurwettbewerbe.