Lokalsport

Naberns Plattenkünstler bringen die „Grüne Hölle“ zum Kochen

Tischtennis Die Brüder Yannic und Luca Hiller sorgen im Landesliga-Derby des SV Nabern gegen den VfL Kirchheim II für die 9:5-Entscheidung zugunsten des SVN. Von Frank Duerr

Gekonnt, nicht nur beim Aufschlag: x und der SVN haben das Landesligaderby gegen den VfL II gewonnen. Foto: Markus Brändli

Gekonnt, nicht nur beim Aufschlag: Jakob Baum und der SVN haben das Landesligaderby gegen den VfL II gewonnen. Foto: Markus Brändli

Der SV Nabern besiegte vor 80 Zuschauern in der heimischen „Grünen Hölle“ seinen „Angstgegner“ (Teamchef Mike Juretzka) VfL Kirchheim II mit 9:5. Dieser überraschende Sieg im Derby der Landesliga lässt den SVN auf Platz fünf klettern und bringt die VfL-Reserve in Abstiegsnot. „Die Naberner haben sich super präsentiert und auch verdient gewonnen“, so VfL-Sprecher Jan Eder, „wir müssen jetzt irgendwie schauen, gegen die vermeintlichen Favoriten zu punkten.“

Naberns Mike Juretzka freue sich hingegen. „Das waren zwei weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt“, so Juretzka. Denn zur hitzigen Derby-Konstellation kam noch der Umstand, dass beide einen identischen Punktestand aufwiesen (11:11).

Der Beginn der Partie verlief klar für den VfL. Hohl/Scholdt kamen ebenso wie Eder/Rohr zu letztlich souveränen Erfolgen gegen die Naberner Paarungen. Eder/Rohr spielten den vierten Satz sogar absolut fehlerlos 11:0. Auch Knapp/Müller sahen in Satz vier schon fast wie die sicheren Sieger aus, kamen aber gegen die Hiller-Brüder noch unter die Räder. Im vorderen Paarkreuz war dann Nabern schlichtweg wacher. Zwar verlor Jakob Baum gegen Michael Hohl, aber gewann gegen Eder. Mike Juretzka war gegen beide Teckstädter unaufhaltsam unterwegs. „Gegen den entfesselt aufspielenden Juretzka stand ich quasi neben mir“, kritisierte Eder seine eigene Leistung.

Aber er war bei Weitem nicht der einzige VfL-Ausfall. Im mittleren Paarkreuz gestaltete sich die Partie noch ausgeglichen. Andreas Stiffel und Tobias Michalik behielten gegen Thassilo Knapp die Oberhand, unterlagen aber beide auch Manfred Scholdt. Endgültig entschieden wurde die Partie im hinteren Paarkreuz. Hier sicherte sich Nabern alle drei Einzel durch Yannic Hiller (2) und Luca Hiller (1).

Für die Kirchheimer kam eine weitere bittere Pille hinzu. Kellerkonkurrent TSV Oberbrüden, kommenden Samstag Naberns Gegner, gewann überraschend 9:5 gegen den Tabellenzweiten TV Murrhardt und stieß den VfL auf den Abstiegsrelegationsplatz. Die Truppe um Jan Eder muss nun zum Tabellenführer TTV Zell.

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