Lokalsport

Top-Turniersport trotz Tropenhitze

Rund 2 000 Zuschauer verfolgen drei Tage lang das Weilheimer Reitturnier

Hitze, Hufe, Heimvorteil: Bei der 45. Auflage des Weilheimer Reitturniers hat der gastgebende Klub an den drei Turniertagen etliche Erfolge errungen.

So sehen Sieger aus: Petra Janic auf Claristo gewann den Großen Preis von Weilheim, das M**-Springen um den Martin Feth-Gedächtn
So sehen Sieger aus: Petra Janic auf Claristo gewann den Großen Preis von Weilheim, das M**-Springen um den Martin Feth-Gedächtnispreis, während Christiane Schneider trotz tropischer Temperaturen in der Halle einen kühlen Kopf behielt und die Dressurprüfung Klasse S* Prix St. Georges entschied. Fotos: Christoph Scheufele

Weilheim. Drei Tage lang war die Reitanlage des RFV Weilheim/Teck wieder das Mekka der regionalen und überregionalen Reiterelite. Mit Prüfungen der Klasse S in der Dressur und Springprüfungen bis zur Klasse M lasen sich die Nennungslisten wie das „Who is who“ der Reiterelite. Dementsprechend sahen rund 2 000 Zuschauer an drei Tagen spannende Prüfungen mit einigen Weilheimer Erfolgen, die das Salz in der Suppe waren.

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Die von der Ausschreibung höchste Prüfung, die Dressur Klasse S* Prix St. Georges, die mit 1 100 Euro dotiert war, konnte Christiane Schneider vom RV Ilsfeld mit 68,947 Prozent vor Hans-Peter Bauer (RG Gültstein) und Andrea Dlugos (RSG Ostalb) für sich entscheiden.

Die zweite Dressurprüfung Klasse S* gewann Andrea Dlugos (RSG Ostalb) mit 69,325 Prozent vor Sabine Klenk (RFV Ludwigsburg). In der zweiten Abteilung dieser Prüfung siegte Gabriele Matthes (68,492).

Bei den Springreitern wurde um den Großen Preis von Weilheim, den Martin Feth-Gedächtnispreis, gekämpft, ein M**-Springen mit Siegerrunde. Erwartungsgemäß war diese Prüfung der sonntägliche Zuschauermagnet. Hier war der Andrang der Starter mit 83 Nennungen so groß, dass zwei Abteilungen gebildet werden mussten. Sechs Weilheimer Reiter waren im sehr starken Starterfeld genannt, sodass die Zuschauer auf den gut gefüllten Rängen viel Lokalkolorit geboten bekamen.

Für die Siegerrunde qualifizierten sich mit Mareike Sigel und Simon Runte zwei Reiter des RFV Weilheim. Tatsächlich führte Mareike Sigel eine Zeit lang, wurde aber dann schlussendlich in der ersten Abteilung noch Vierte. Petra Janic auf Claristo vom RA SV Hubertus Metzingen war mit einer Zeit von 33,16 Sekunden und einem fehlerfreien Ritt die Schnellste und siegte in der ersten Abteilung. Alexander Klafterböck von der RC Aischbach Gültstein auf seinem Pferd Clearly siegte in der zweiten Abteilung mit einem fehlerfreien Ritt und einer Zeit von 33,5 Sekunden.

Zu schaffen machten den Reitern, Pferden wie auch den Zuschauern die Temperaturen. Schattenplätze und Zelt waren dicht belegt. Die hohe Zuschauerzahl des Vorjahres konnte aufgrund der teilweise tropischen Temperaturen nicht erreicht werden.

Die Dressurprüfungen in der Halle waren aber trotzdem gut besucht. Sicherlich auch deshalb, da hier die Weilheimer Nachwuchsdressurreiterinnen sehr erfolgreich waren. Laura Reutter holte sich ihre erste goldene Schleife mit ihrem Pferd Freestyle in einer M**-Prüfung und belegte Platz zwei in der M*-Dressurprüfung.

Franziska Glück konnte in der M**-Dressurprüfung Platz vier und in der Dressurprüfung der Klasse M-Kür Platz zwei mit ihrem Pferd Lambsbrook belegen. Komplettieren konnte diesen Erfolg Carolin Ludwig mit Pferd Early in the Morning mit einem Sieg in der Dressurprüfung der Klasse L-Trense. Nina Laub stand dem in nichts nach und konnte im Stilspringwettbewerb ohne erlaubte Zeit mit einer Traumnote von 8,4 den ersten Platz belegen.

Weitere Erfolge der Weilheimer Reiter waren ein zweiter Platz von Johanna Zantop in einer Stilspringprüfung der Klasse L, ein zweiter Platz von Carolin Gutekunst in einer Springprüfung der Klasse A** und noch viele weitere Platzierungen.

Die erste Vorsitzende des gastgebenden RFV Weilheim, Heike Glück, konnte nach drei langen Tagen ein positives Turnierresümee ziehen. „Ohne den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Mitglieder und auch der Sponsoren könnte so ein Turnier mit rund 800 Pferden nicht 45 Mal hintereinander stattfinden“, lobte sie.gk