Lokalsport

VfL streicht kampflos Segel

26:45-Debakel beim Tabellenführer

Die Handballer des VfL Kirchheim sind mit einer desolaten Vorstellung in die Rückrunde gestartet. Beim Landesliga-Tabellenführer HSG Fridingen/Mühlheim geriet der VfL am Samstagabend mit 26:45 (13:24) unter die Räder. Die Kirchheimer fanden zu keinem Zeitpunkt ihren Rhythmus.

Fridingen. Die Hoffnung, beim Gastspiel in Fridingen einen ähnlichen Überraschungserfolg zu landen wie im Hinspiel war schon früh dahin. Nach neun Minuten führten die Gastgeber mit 7:3 und die Kirchheimer Offensive fand kein Mittel gegen die robuste Abwehr der Gastgeber. Auf der Gegenseite leistete sich der VfL selbst zu viele Deckungsfehler. Florian Fritz im linken Rückraum der Donautäler traf in dieser Phase nach Belieben. Die HSG bestimmte klar das Geschehen auf dem Spielfeld. Nahezu jeder Kirchheimer Fehler wurde sofort mit einem Gegentor bestraft.

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Nach nur 15 Minuten, beim Spielstand von 13:5, war das Spiel eigentlich schon so gut wie entschieden. Auch, weil beim VfL kein Aufbäumen zu erkennen war. Im Angriff fehlten die zündenden Ideen und vor allem Kaltschnäuzigkeit. Als Martin Rudolph nach einem harten Tackling in der 20. Minute die rote Karte sah, boten sich der ohnehin ersatzgeschwächten Kirchheimer Mannschaft fortan noch weniger Alternativen. Der Rückstand wuchs konstant. Fünf Minuten vor der Pause lag die HSG beim 20:10 erstmals mit zehn Toren in Führung. Beim Halbzeitstand von 13:24 aus Kirchheimer Sicht wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Spielabschnitt bot sich in der Fridinger Sepp-Hipp-Halle ein unverändertes Bild: Die VfL-Defensive agierte zu zaghaft. Vor allem HSG-Linkshänder Stefan Rebholz, den mit 14 Treffern überragenden Akteur an diesem Abend, bekam die Tecksieben über die komplette Spieldauer nicht in den Griff. Das schlechte Rückzugsverhalten der Kirchheimer lud die Fridinger häufig zu schnellen Treffern durch einfache Tempogegenstöße ein. Die Gastgeber zogen auf 33:16 davon (40.) und spielten sich nun regelrecht in einen Rausch, während man beim VfL nur noch den Abpfiff herbeisehnte. Beim 17:37 betrug der Rückstand erstmals satte 20 Tore. Ein Abstand, der bis zum Spielende nahezu unverändert blieb.

Den Start ins neue Jahr hatten sich die Blau-Weißen anders vorgestellt. Statt neue Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen heißt es nun, ein Debakel möglichst schnell aus den Köpfen zu bekommen, um sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren zu können. Denn die wichtigsten Spiele kommen noch, gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Das erste findet schon nächste Woche beim Heimauftakt gegen die HSG Rottweil statt.ol

HSG Fridingen/Mühlheim: Stehle, Spiertz - M. Hipp (3), A. Hipp (2), E. Parlak (1), D. Parlak (3), Leibinger (4), Maier (1), Fritz (7/2), Rebholz (14), Heppeler (2), D. Hipp (4), Hermann (4)

VfL Kirchheim: Pisch, Oßwald - Latzel (4), Smetak (2/1), Mikolaj (3/1), Späth (5), Krempler, Castello (2), Keller (5), Rudolph, Kuchenbaur (5)