Kirchheim

Große Aufregung am „Schloss“

Alarm Kirchheimer Schule wird evakuiert, 42 Schüler kommen vorsorglich ins Krankenhaus, fünf Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Auslöser war möglicherweise Pfefferspray. Von Andreas Volz

Die Rettungshubschrauber waren nötig, um möglichst schnell auch weiter entfernte Krankenhäuser erreichen zu können.Fotos: Jean-L
Die Rettungshubschrauber waren nötig, um möglichst schnell auch weiter entfernte Krankenhäuser erreichen zu können.Fotos: Jean-Luc Jacques

Vier Stunden Großeinsatz am Kirchheimer Schlossgymnasium: Rund 270 Einsatzkräfte kümmerten sich gestern in der Mittagszeit um fast 800 Schüler und Lehrer, denen eine bislang unbekannte Substanz - möglicherweise Pfefferspray - zu schaffen machte. 112 Schüler litten an Übelkeit und Hustenreiz. Vor Ort waren die unterschiedlichsten Rettungsdienste, zusammengezogen aus fünf Landkreisen.

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Gegen 11.30 Uhr hatten Schüler über Beschwerden geklagt, wie der stellvertretende Schulleiter Hans-Ulrich Lay gestern am Rand seines eigenen unverhofften Einsatzes berichtete: Per Megaphon gab er Anweisungen, nachdem das Schulgebäude bereits komplett evakuiert war. Behandlungsbedürftige versammelten sich am Zentrum der Rettungskräfte im Nordosten des Schulgeländes. Die übrigen Schüler - jeweils unterstützt und begleitet von ihren Lehrern - hatten in der Sporthalle zu bleiben.

„Da handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Hans-Ulrich Lay. „Wir dürfen niemanden ins Schulhaus lassen, wir dürfen aber auch niemanden heimschicken.“ Erschwerend kam hinzu, dass es der letzte Schultag vor den Osterferien war. Schule und Schüler hatten also ein Interesse daran, dass alle lange genug an der Schule bleiben, um ihre Schulsachen aus den Klassenzimmern holen zu können.

Einige erleiden einen Schock

Die Symptome waren nicht immer richtig zu- und einzuordnen. Außer Hustenreiz und Übelkeit gab es auch Kreislaufbeschwerden - ausgelöst durch Schock und Aufregung, wie Polizeipressesprecherin Andrea Kopp am Abend berichtete. Die Schüler hockten oder lagen zunächst am Boden, später auf Bänken und Tragen. Einige erhielten Infusionen mit Kochsalzlösungen. Hans-Ulrich Lay erwähnte außerdem, dass die Schüler eher über Husten geklagt hatten als über Reizungen der Augen.

Letzteres führt zur Frage nach der Substanz, um die es da ging. Aus Sicht der Polizeisprecherin gibt es einen Zusammenhang, der aber erst noch überprüft werden muss: „Einer Schülerin wurde Pfefferspray entwendet. Der Zeitpunkt würde in etwa passen. Es ist aber nicht so, dass wir jetzt schon definitiv sagen können: Das war‘s.“ Die Kriminalpolizei ermittelt.

Beim möglichen Straftatbestand gehe es wohl um gefährliche Körperverletzung. Zivilrechtlich könne auf den oder die Verursacher auch die Forderung nach Kostenersatz für den Großeinsatz zukommen. Das hängt aber noch von vielen Faktoren ab, die bislang ungeklärt sind. Wichtig ist für Andrea Kopp, dass keine lebensgefährliche Substanz im Spiel war.

Für die Schulleitung ist es genauso wichtig, dass die Evakuierung ohne Panik verlief. Auch die vielen Eltern warteten diszipliniert am Zugang zum Schulgelände darauf, dass ihre Kinder nach Hause geschickt werden konnten. Gegen 14 Uhr verkündete Hans-Ulrich Lay in der Sporthalle die erlösende Nachricht: Klassenweise durften die Schüler erst ins Schulhaus und dann in die Ferien.

Für einige von ihnen ging es nicht ganz so schnell. Nach Angaben der Polizei wurden 42 Personen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Weil die Kliniken der näheren Umgebung nicht genügend Plätze für so einen großen Bedarf haben, kamen auch fünf Rettungshubschrauber zum Einsatz. Fallweise transportierten sie die Schüler bis nach Ludwigsburg.

Für viele andere endete der Schultag zwar später als sonst, aber weitaus weniger dramatisch: Nachdem der Gefahrgutzug der Feuerwehr aus Ostfildern das Schulhaus untersucht und freigegeben hatte, war für die meisten alles erledigt. Ein Schülertrio konnte der Sache dann sogar etwas Positives abgewinnen: „Jetzt dürfen wir wenigstens mal auf dem Schulhof radfahren“, hieß es.

Verspätetes Ende eines Schultags am Schlossgymnasium. Die meisten verließen die Schule zu Fuß.
Verspätetes Ende eines Schultags am Schlossgymnasium. Die meisten verließen die Schule zu Fuß.
Rettungskräfte behandelten Schüler, die über Hustenreiz, Übelkeit oder Kreislaufprobleme klagten.
Rettungskräfte behandelten Schüler, die über Hustenreiz, Übelkeit oder Kreislaufprobleme klagten.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Der Gefahrgutzug der Feuerwehr aus Ostfildern hatte das Schulgebäude zu untersuchen.
Der Gefahrgutzug der Feuerwehr aus Ostfildern hatte das Schulgebäude zu untersuchen.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schul
Großeinsatz am SchlossgymnasiumKirchheim. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz und haben mittlerweile die Schule geräumt. Die Schüler wurden in der Turnhalle untergebracht. Nach Auskunft der Polizei wurden 36 Schüler verletzt. Sie klagen über Atemwegsreizungen, Übelkeit und teilweise auch Kreislaufprobleme. Der Großteil der Verletzten wurde vor Ort von den Rettungskräften versorgt, zwölf Schüler mussten vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert werden.