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Nicht haltbare Aussagen

Zu den Artikeln „Hermann: Bis 2050 jedes dritte Auto raus aus Stuttgart“ und „Fuß weg vom Gas?“ vom 22. Januar

Nachdem Feinstaub nicht mehr zieht, Stickoxide auf fraglichen Grenzwerten beruhen, nun also mal wieder CO2 auf Basis irgendwelcher Schätzungen. Die Umweltministerin steht nicht hinter den Zahlen des Umweltbundesamtes, kein Wunder bei den wissenschaftlich nicht haltbaren Aussagen der letzten Monate über Tote durch Feinstaub und Stickoxide. Kein Mensch weiß, um wie viel früher der Einzelne vielleicht gestorben sein könnte, weil er „erhöhten“ Schadstoffkonzentrationen, welchen auch immer, ausgesetzt war. Wir erkennen munter immer neue Stoffe, die irgendwie einen Einfluss auf irgendwas haben - überraschend. Welche Kraftstoffmenge tatsächlich bei einer Geschwindigkeit oberhalb einer beliebigen Grenze verbrannt wird, weiß keiner. Gemäß Ableitung des ADAC könnte man bei einem Limit von 130 Kilometern pro Stunde geschätzte 0,5 Prozent CO2 einsparen. Unsere Automobile sind Exportschlager, weil sie für hohe Geschwindigkeiten konzipiert sind und damit auch bei geringeren Geschwindigkeiten gern genommene Sicherheitsreserven bieten. Wer Autos für 130 Kilometer pro Stunde baut, baut ganz anders. Die 0,5 Prozent CO2 und etliche mehr können viel einfacher in großindustriellen Bereichen erzielt werden. Vielleicht würde es schon reichen, keine Steinkohle aus Kanada und Kolumbien mit Frachtschiffen heranzukarren. Herr Hermann sagt übrigens die Unwahrheit, wenn er von schärferen Grenzwerten in den USA fabuliert. Stick­oxid-Grenzen liegen bei über 100 Mikrogramm, außer in Kalifornien mit 57. Ideologiedebatte. Wer nicht mehr konzentriert fahren muss, schläft übrigens schnell ein . . .

Bodo Lorenz, Schlierbach

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