Kirchheim

Interaktiv, spannend und modern

Exkursion Die Klasse 8d der Kirchheimer Freihof-Realschule hat die Fahrschule Hildebrandt besucht und herausgefunden: Der Unterricht dort sieht ganz anders aus als im gewohnten Klassenzimmer.

Unterricht mal anders: Schüler der Freihof-Realschule mit Fahrlehrern der Fahrschule Hildebrandt.Foto: pr
Unterricht mal anders: Schüler der Freihof-Realschule mit Fahrlehrern der Fahrschule Hildebrandt.Foto: pr

Die Klasse 8d der Freihof-Realschule hat mit ihrer Deutschlehrerin Barbara Wittemann die Fahrschule Hildebrandt in Kirchheim besucht. Die Klasse hatte das Thema „Fahrschule“ als Recherchethema im Projekt „Wir lesen intensiv - Zeitung in der Schule“ ausgesucht und den Kontakt zur Fahrschule hergestellt.

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Als die Schüler in der Fahrschule ankamen, empfing sie Uwe Hildebrandt. Die Fahrschule gibt es seit 51 Jahren, sie wurde vom Vater der beiden Besitzer Uwe und Jens Hildebrandt gegründet. Außer der besuchten Hauptfiliale gibt es noch zwei Niederlassungen in Ötlingen und in Schlierbach.

Der Unterrichtsraum in Kirchheim ist für kleine Gruppen eingerichtet, deshalb saß die Klasse dicht gedrängt an den Gruppentischen. Nun konnte der Unterricht beginnen. Dabei ging es nicht so sehr um Verkehrsregeln oder um Fahrzeuge, sondern um die besonderen Unterrichtsmethoden, die in der Fahrschule Hildebrandt eingesetzt werden. Der Unterricht in Gruppen, die Arbeit am Flipchart oder am White Board - nicht etwa an altmodischen Kreidetafeln - oder gar am Active White Board mit Computer sind selbstverständlich. Uwe Hildebrandt konnte den Schülern gut vermitteln, dass er ohne diese modernen Methoden seine abends doch oft eher müden Fahrschüler nicht zur Mitarbeit motivieren könne.

Deshalb setzt er auch konsequent auf Schüleraktivierung - die Fahrschüler erarbeiten Themen selbstständig und tragen sie dann ihren „Mitfahrschülern“ vor. Diese Methode demonstrierte Uwe Hildebrandt der interessierten 8d an einem praktischen Beispiel: Eine Gruppe musste Fotos zum Thema „Auffahrt auf die Autobahn“ in die richtige Reihenfolge bringen.

Praktisch durchgeführt wurde auch ein „Aufweckprogramm“ für unkonzentrierte Schülerinnen und Schüler. Dazu stellten sich die Schülerinnen und Schüler im Freien jeweils einem Partner gegenüber. Eine Kombination aus Sprechen, Klatschen und Beinbewegung erwies sich als ganz schön schwierig. Das Konzentrations- und Bewegungsspiel aktivierte beide Hirnhälften und weckte die Schüler wieder auf.

Zum Schluss nahm sich der Fahrlehrer auch noch die Zeit, auf die Fragen der Schüler einzugehen. Dann stellte Uwe Hildebrandt das Lernmaterial, das seine Fahrschüler an die Hand bekommen, vor und sagte, dass man seine Führerscheinprüfung nur dann bestehen kann, wenn man bereit ist, mindestens 25 Stunden selbstständige Lernarbeit zu investieren. Eine Lern-App macht das einfach. Ohne Internet ist Fahrschulunterricht heute nicht mehr möglich.

Uwe Hildebrandt gab den Schülern zusätzlich gute Tipps für ihre eigene Fahrprüfung in zwei Jahren. Die Jugendlichen fragten nach den häufigsten Fehlern in der praktischen Prüfung. Uwe Hildebrandt nannte zwei: Prüflinge überfahren häufig den grünen Pfeil, der ein Abbiegen auch bei einer roten Ampel erlaubt. Allerdings muss man sich dort so verhalten, als gäbe es ein Stoppschild - also muss man komplett anhalten. Als zweiten häufigen Fehler nannte der Fahrlehrer das Öffnen der Fahrertür, ohne noch einmal zurückzuschauen. pm