Kirchheim

Kein Glyphosat auf städtischen Grünflächen

Das Pflanzengift Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. Daher wollten die Grünen wissen, wie die Stadtverwaltung damit umgeht.

Kirchheim. Auf Anfrage der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen an Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, in welchen Mengen und auf welchen Flächen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in Kirchheim eingesetzt werde, gab es für die Grünen eine erfreuliche Antwort aus der Verwaltung. Die Stadt Kirchheim verzichte seit circa acht Jahren generell auf den Einsatz von Herbiziden und damit auch von Glyphosat auf städtischen Grünflächen, so der Leiter der Abteilung Grünflächen und Tiefbau, Martin Zimmert.

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„Hintergrund unserer Anfrage war die drohende Verlängerung der Zulassung von Glyphosat durch die EU-Kommission in Brüssel, die ja nun auch tatsächlich beschlossen wurde und für weitere 18 Monate gilt“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kirchheimer Gemeinderat. Ihr Fraktionskollege, Dr. Jürgen Berghold sieht es als sehr positiv für die Kirchheimer Bevölkerung an, dass kein Glyphosat in Kirchheim ausgebracht wird. Besonders der andernorts praktizierte Einsatz von Glyphosat auf Spielplätzen und in Freibädern habe seine Fraktion zu dieser Anfrage bewogen, denn schließlich stehe das Unkrautvernichtungsmittel im Verdacht krebserregend zu sein.

Die naturnahe Pflege von städtischen Grünflächen sei jedoch nicht nur für die Menschen, sondern auch für den Artenreichtum von Flora und Fauna wichtig, so Sabine Bur am Orde-Käß. pm