Lokalsport

Bundesliga in Gefahr

Ötlinger Luftpistole-Team in Ludwigsburg

Es geht um alles oder nichts: Nur Punkte aus den Partien gegen die SGi Ludwigsburg und den ESV Weil am Rhein garantieren den Luftpistolenschützen des TSV Ötlingen den Klassenerhalt in der Bundesliga, Gruppe Süd. Der Schlussdurchgang am Samstag und Sonntag in Ludwigsburg wird für die Rübholzpistolereos zur Zitterpartie.

Kirchheim. Siebter und Vorletzter in der Bundesligatabelle zu sein, das hatten sich die Sportschützen des TSV Ötlingen zu Beginn der Luftpistolen-Saison nicht träumen lassen. Jetzt ist das Fakt, und es gilt, das Dilemma zu korrigieren. Zu den Abstiegsmodalitäten: Das Tabellenschlusslicht wird direkt in die zweite Liga absteigen, der Vorletzte muss sich durch die Abstiegsrelegation quälen.

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In der Ludwigsburger Sporthalle am Kugelberg kommt es zu den entscheidenden Begegnungen. Sollten die Ötlinger am Samstag ab 18.30 Uhr gegen die punktgleichen Ludwigsburger gewinnen, ist der sechste Tabellenplatz möglich. Verlieren die Rübholzer, und Schlusslicht Singoldschützen Großaitingen gewinnt unerwartet gegen die SSG Dynamit Fürth, wird es für die Ötlinger noch einmal eng. Ein weiterer Großaitinger Sieg (gegen Waldenburg) bei einer erneuten TSVÖ-Niederlage (gegen Weil) würden den Super-Gau für die Rübholz-Schützen bedeuten.

Am Sonntag treffen die Ötlinger dann auf den in dieser Saison überraschend starken Tabellendritten ESV Weil am Rhein. Beide Wochenend-Gegner sind nicht zu unterschätzen. Die Barockstädter werden alles dran setzen, den TSVÖ zu bezwingen, um ihrerseits die Relegation zu vermeiden. Noch höher einzustufen ist der ESV Weil am Rhein, der sich die Endrunden-Teilnahme im Februar nicht nehmen lassen will.

Personell steht es bei den Ötlingern zum Besten – sie werden mit ihrem derzeit stärksten verfügbaren Aufgebot anreisen. Asgeir Sigurgeirsson, der zusammen mit Kelheims Damir Mikec bislang den höchsten Ligadurchschnitt herausschoss (385,25 Ringe), wird Ötlingens Nummer eins sein. Er gilt als große TSVÖ-Punktehoffnung. Auch Patrik Lengerer hat gute Chancen, für die Ötlinger zu punkten – gute Tagesform vorausgesetzt. Auch Achim Rieger, Jörg Kobarg und Markus Geipel hoffen auf Erfolgserlebnisse.

Gegner SGi Ludwigsburg hat mit der Französin Celine Goberville und Florian Brunner zwei Schützen auf den Spitzenpositionen stehen, die einen Ligadurchschnitt von mehr als 380 Ringen aufweisen. Weil am Rhein stellt mit dem tschechischen Schützen Pavel Svetlik auf eins, der zuletzt 380 beziehungsweise 384 Ringe erzielte. Auch Weils Nummer zwei, Michael Schwald, ist mit jüngst erzielten 380 Ringen kein Leichtgewicht.

Auch wenn rechnerisch für den TSVÖ sogar noch Platz vier und damit die Endrunden-Teilnahme möglich ist, ist die Mannschaft in Ludwigsburg ganz auf den Klassenerhalt fokussiert. Sie hoffen darauf, dass sie nicht wie schon öfters ihre Partien in der Schlussphase noch verlieren – und dass endlich einmal Fortuna auf ihrer Seite ist.ww