Lokalsport
Abstieg der Ötlinger Schützen ist besiegelt

Schießen Das Team aus dem Rübholz hat die Relegation verpasst und muss den Gang in die zweite Liga antreten.

Kirchheim. Kann sich der TSV Ötlingen noch retten? Bleiben die Schützen für ein weiteres Jahr in der Bundesliga? Das war vor den letzten beiden Durchgängen am Wochenende die Frage aller Fragen. Die Antwort ist bitter: Die Pistoleros aus dem Rübholz haben die angepeilte Relegation als letzten Rettungsanker verpasst und müssen den schweren Gang in die zweite Liga antreten.

Die Entscheidung fiel nicht in Scheuring, wo Ötlingen die letzten beiden Durchgänge bestritt und gegen stärkere Gegner erwartungsgemäß verlor. Sondern da, wohin die Ötlinger ihr ganzes Augenmerk gerichtet hatten – in Ludwigsburg. Die Barockstädter waren seit dem dritten Spieltag Tabellenletzte und benötigten nun einen Sieg, um auf den TSV nicht nur punktgleich aufzurücken, sondern mit dem besseren Einzelpunkt-Verhältnis vorbeizuziehen.

Ludwigsburg rettet sich

„Ludwigsburg darf nicht gewinnen, das ist alles was zählt“, bangte Schützenmeister Joachim Poppek. Doch den Gefallen taten ihm die Kontrahenten im Überlebenskampf nicht. Sie überraschten mit einem 3:2-Sieg über die FSG Kempten und waren gerettet. Absteiger Ötlingen unterlag gegen die Mannschaft von Dynamit Fürth mit 1:4 in den Duellen Mann gegen Mann und der Gesamtringzahl von 1837:1879.

Die besten Einzelresultate erzielten Maximilian Mauch mit 375 und Marijana Matea Strbac mit 372 Ringen. Jörg Kobarg und Achim Rieger steuerten jeweils 364, Stefan Schaufler 362 Ringe bei. Beim gleichzeitigen Sieg von Konkurrent Ludwigsburg war damit bei Ötlingen die Luft schon raus, weil gegen die extrem starken Waldenburger von vornherein nichts zu holen war. Der starke Mauch pausierte, Philipp Holzner kam zum Einsatz und besiegelte auf Position fünf mit 341 Ringen die glatte 0:5-Niederlage (1804:1878 Ringe).

Robin Walter überragend

Die weiteren TSV-Resultate entsprachen dem gegenwärtigen Leistungsvermögen der Schützen: Skrbac 373 Ringe, Kobarg 365, Rieger 364, Schaufler 361.

Die DM-Endrunde der letzten Vier des Südens vom 2. bis 4. Februar in Neu-Ulm gegen das Quartett aus der Nordgruppe erreichten die SGi Waldenburg mit 18:4 Punkten vor KKS Hambrücken und SV Kelheim, die beide jeweils auf 16:6 Pukte kamen, sowie der ESV Weil am Rhein mit dem Ex-Ötlinger Michael Schwald.

Überragend zeigte sich im allerletzten Bundesliga-Durchgang der Ötlinger Schütze Robin Walter in Diensten von Hambrücken mit 392 von 400 möglichen Ringen. Klaus Schlütter