Zwischen Neckar und Alb

Alles dreht sich um Goethes Sprache

Kultur Im Beurener Bürgerhaus steht am morgigen Samstag die gesprochene Sprache im „Faust“ im Mittelpunkt.

Goethes Werk wird unter die Lupe genommen. Symbolbild

Beuren. Goethes Sprache wird neu zum Leben erweckt: Am morgigen Samstag, 28. September, um 20 Uhr kommen die Rezitatorin und Sprachtherapeutin Heide Mende-Kurz, der sprachbegeisterte Kulturprofessor Dr. Albrecht Leuteritz, und der Bühnenpoet und Wortpädagoge Timo Brunke ins Beurener Bürgerhaus. Sie tragen die ersten Szenen aus „Faust I“ vor.

Bei der „Faust“-Rezitation „Die Geisterwelt ist nicht verschlossen, dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot“ steht aber nicht der intellektuelle Inhalt des Meisterwerkes im Vordergrund, sondern die Wirkung der gesprochenen Sprache. Auf der Bühne bilde das Hören und nicht das Sehen den Höhepunkt der Aufführung, so Heide Mende-Kurz. „Die Bilder entstehen durch Sprache.“

Die drei Akteure befassen sich seit zwei Jahren mit dem Text von Johann Wolfgang von Goethe und haben dabei die Besonderheit seiner Sprachgestaltung entdeckt: Das gezielte Einsetzen von Vokal, Konsonant und Rhythmus lässt die Figuren wie Faust und Teufel Mephistopheles Gestalt annehmen. Durch präzise Betonung und Lautmalerei soll diese „Faust“-Rezitation ein ganz besonderes Erlebnis werden . Auch Schüler der Klassenstufen 11 und 12 sind willkommen und können eine neue Seite des Abitur-Sternchen-Werks kennenlernen.

Begleitet wird die Veranstaltung von der Flötistin Amanda Chominsky. Die gebürtige Australierin studierte Musik in Sydney, engagiert sich am Staatstheater Stuttgart und spielt international Konzerte. Bei der „Faust“-Rezitation sorgt die Musik für Stimmungsaufbau und Atmosphäre. Sophie Noel

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