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Fehlgeplanter Busfahrplan

Zum Artikel „Schwupps, und die Bustür ist zu“ vom 26. September

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Ohne Rücksprache mit Schulen oder Schulträger (Stadt Kirchheim) und ohne Rücksicht auf Schulzeiten und Schülerzahlen werden die Busfahrzeiten kompromisslos an die S-Bahn angepasst. Fahrzeiten wurden so geplant, dass Schüler nach der elften Schulstunde 61 Minuten und nach der vierten Schulstunde 56 Minuten auf den Bus warten müssen. In den morgendlichen Bus müssen zu den vielen Berufspendlern noch weitere 70 Schüler hineinpassen. Örtlichen Busunternehmen und damit auch deren jahrzehntelange Erfahrung im ÖPNV wurde gekündigt, bisher funktionierende Pläne werden einfach ignoriert. Stattdessen werden „am grünen Tisch“ Fahrpläne konzipiert, die an der Nachfrage völlig vorbeigeplant sind.

Als Gesamtelternbeiratsvorsitzende der Kirchheimer Schulen wurde ich zu einer Krisensitzung geladen. Neben Bürgermeister Krötz aus Schlierbach nahm auch die neue Mobilitätsplanerin der Stadt Kirchheim teil, welche bis vor Kurzem beim Landratsamt arbeitete und dort für die Planung verantwortlich war. Diese zeigte wenig Verständnis, dass man am bereits für 2019 komplett fehlgeplanten Fahrplan noch etwas ändern sollte, ein Zusatzbus wäre nur schwer umsetzbar und zum 1. Januar 2019 schon gar nicht. Bereits im Winter hatte ich mit ihr und ihren Landratsamts-Kollegen schon enorm viel mühsamen Schriftverkehr, da den Schülern aus Ochsenwang nach Schulende eine 1,5-stündige Fahrt durch das Lenninger Tal nach Ochsenwang zugemutet wird. Ändern konnten Bürgermeister Musolf, die Schulleitung und ich bis zum heutigen Tage nichts. Wir können nur hoffen, dass unsere Bürgermeister und Schulleiter noch gehört werden beziehungsweise Änderungen durchsetzen können. Mit Besorgnis schauen wir der Zukunft des Schülerverkehrs entgegen.

Anette Beck, Gesamtelternbeiratsvorsitzende, Kirchheim