Ostfildern. In der Bilanz für das erste Quartal 2011 stehe ein Minus von 10 000 Euro. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, drohe die Schließung der Praxis, die für den Bereich Ostfildern, Denkendorf und Esslingen-Berkheim zuständig ist.
Verantwortlich für diesen Missstand ist laut Bosch, „dass die Fallwerte für die Notfallpraxis nicht mehr kostendeckend sind“. Der in Ruit niedergelassene Allgemeinmediziner betont, dass es sich nicht um ein hausgemachtes Problem handele. Unter dieser Unterfinanzierung hätten alle Notfallpraxen in Baden-Württemberg zu leiden.
Laut Bosch hat die Praxis östliche Filder, die von rund 30 niedergelassenen Haus- und Fachärzten betrieben wird, einen Stützungsantrag bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg gestellt. Nur wenn dieser positiv beschieden werde, sei die Notfallpraxis auf Dauer überlebensfähig. Andernfalls werde sich die Notfallversorgung für die Menschen im Bereich der östlichen Filder verschlechtern.
Bei einer Auflösung der Praxis müssten sich Patienten an die Nachbarkrankenhäuser in Esslingen (Städtisches Klinikum), Filderstadt-Bonlanden (Filderklinik) oder Stuttgart (Marienhospital) wenden. Doch dieses Szenario mag sich Wolfgang Bosch nicht vorstellen. Er hofft, dass der Hilferuf bei der KV ankommt und die lokale Notfallversorgung aufrechterhalten werden kann. ez
