Kirchheim. So konnten nach gut 18-jährigem „Kampf“ um Bauplätze im Bereich der „Halde 1“ für Ein- oder Zweifamilienhäuser alle 20 Bauplätze in nur zwei Sitzungsrunden verkauft werden. Nach wie vor besteht aber Nachfrage nach solchen Bauplätzen, aktuell gibt es eine Warteliste von über 50 Interessenten. Mit der Änderung des Bebauungsplanes für die Fläche südlich der Haldenschule in diesem Jahr sollen weitere 30 Bauplätze an den Markt gehen.
Auf Anregung der Öbi wurde 2011 ein Car-Sharing-Fahrzeug von „stadtmobil“ am Bahnhof Ötlingen stationiert. Der Höhepunkt im Jahre 2011 dürfte die Zusage des Regierungspräsidiums Stuttgart über einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro für die Ortskernsanierung gewesen sein.
Anfang 2012 wurden drei Öbi-Ortschaftsräte für 20 Jahre ununterbrochene Zugehörigkeit und Einsatz für Ötlingen gewürdigt. Ferner wurde der Belag des kleinen Sportplatzes südlich der EM-Sporthalle saniert, der Sportboden in der EM-Sporthalle erneuert und die Sanierungsarbeiten am Hauptschulgebäude Ende 2012 abgeschlossen. Das Hauptthema im letzten Jahr war der Kampf um den Erhalt des Schulstandortes Ötlingen für eine weiterführende Schule. Die Entscheidung über Gemeinschaftsschulen in Kirchheim und deren Standorte soll in der April-Sitzungsrunde im Gemeinderat fallen.
Kik brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Gemeinderat eine faire Abwägung trifft und auch die Kostenseite entsprechend würdigt.
Dem teilweise geäußerten Argument, dass der westlich gelegene Standort nachteilig sei, widersprach Hermann Kik heftig. Eine gute Schule zieht die Schüler an, die Waldorfschule am Standort Ötlingen ist ein Beispiel dafür, ebenso die Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen, die am Stadtrand von Tübingen liegt und voll ausgelastet ist.
Auf der stets aktuellen Homepage der Öbi können unter www.öbi.com nach wie vor alle Fakten und Argumente für den Standort Ötlingen eingesehen werden.
Ein weiteres Thema war natürlich die Ausweisung des Sanierungsgebietes in Ötlingen, das im Dezember letzten Jahres förmlich beschlossen wurde. Kik appellierte an die Anwesenden, sich bei den anstehenden Planungen einzumischen und einzubringen. Insbesondere die Geschäftswelt, so sein klarer Appell, müsse sich rechtzeitig positionieren, da das Thema Parkplätze eine der am schwierigsten zu lösenden Aufgaben sein wird.
Die Parkplatzfrage und die Sorge, dass es künftig weniger Parkmöglichkeiten im Ortskern von Ötlingen geben könnte, wurde während des Abends auch von vielen Anwesenden angesprochen, zumal beim Bau des Bürgerhauses die dortigen Parklätze zum großen Teil wegfallen. Kik sicherte des Anwesenden zu, dass die Öbi diesen Punkt mit Nachdruck bei den Planungen vertreten werde. Von den Anwesenden wurde die Öbi außerdem aufgefordert, sich für die Untersuchung eines Kreisverkehrs an der Rathauskreuzung einzusetzen.
Erwartungsgemäß nahm die Verkehrsthematik einen größeren Raum in den Diskussionen ein. Neben einigen spezifischen Verkehrsfragen war die Stuttgarter Straße der Schwerpunkt. Die Öbi fühlt sich bestätigt und bestärkt mit dem Ziel, die Belastungen durch den Durchgangsverkehr zu einer grundlegenden Lösung zu führen.
Wie im Technischen Ausschuss durch das Büro Richard ausgeführt, ist Ötlingen über Gebühr mit Durchgangsverkehr belastet. Kik verwies auf zwei Kernaussagen: „Ötlingen kriegt viel ab“ und „In Ötlingen muss man sich mit dem regionalen Verkehr intensiv auseinandersetzen“. Für die Öbi gehört dazu nach wie vor eine Umfahrungslösung, auch wenn gegenwärtig weder im Land noch im Gemeinderat mit Unterstützung zu rechnen ist.
Allerdings machte Kik die Position der Öbi deutlich, erst mal die Auswirkungen der Ortskernsanierung, die auch den Umbau der Stuttgarter Straße beinhaltet, der Einrichtung einer Umweltzone in Wendlingen und die denkbare Einführung eines Durchfahrtverbots für LKW über 7,5 Tonnen zu bewerten.
Nach gut zwei Stunden, in denen noch weitere Themen diskutiert wurden, konnte der Vorsitzende den offiziellen Teil mit einem Dank für die offenen und konstruktiven Diskussionen beenden.hk
