Notzingen. „Laufend ändert sich im Kindergartenbereich etwas. Wir sollten daher die Gebühren nur für ein Jahr festlegen“, erklärte Notzingens Bürgermeister Jochen Flogaus. An die von den Spitzenverbänden empfohlene Kostendeckung von 20 Prozent kommt die Bodenbachgemeinde nicht heran. Mit den erhöhten Elternbeiträgen beträgt der Wert 15 Prozent.
Notzingen ist zudem besser aufgestellt, als es die Spitzenverbände fordern. Die Regelgruppe hat 33 Stunden statt der empfohlenen 30 Stunden geöffnet, die Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten gar 34 statt 30 Stunden. Auch der Personalschlüssel ist gut überschritten. „Diese Faktoren sind in der Berechnung einzubeziehen“, gab Jochen Flogaus zu bedenken.
Deshalb schlägt die Verwaltung vor, für das Kind aus einer Familie mit einem Kind die Gebühren von 99 auf 115 Euro zu erhöhen, für ein Kind aus einer Familie mit zwei Kindern von 74 auf 88 Euro. Für die verlängerten Öffnungszeiten sind künftig für ein Kind 139 statt 119 Euro fällig, für ein zweites 106 Euro – gemäß der Regel: je mehr Kinder eine Familie hat, desto geringer wird die Gebühr.
Außerdem bietet die Bodenbachgemeinde zwei Module bei der Ganztagsbetreuung an. Neu ist Modul I. Hier sind wöchentlich zwei Tage buchbar von 7 bis 16 Uhr und freitags von 7 bis 13 Uhr. Gebühren fallen dabei für ein Kind einer Familie von 120 Euro an, ab zwei Kindern sind es 92 Euro. Bei Modul II sind es vier Tage von 7 bis 16 Uhr sowie freitags von 7 bis 13 Uhr. Dafür müssen die Eltern eines Kindes statt bisher 147 Euro künftig 184 Euro bezahlen, für zwei Kinder 141 Euro. „Je mehr Module wir anbieten, desto aufwendiger wird die Verwaltung. Mit dem derzeitgen Personal schaffen wir keine weiteren Modelle“, so der Schultes.
„Ich finde das klasse und bin echt begeistert“, freute sich Helga Merz über das erweiterte Angebot. Mehr können ihrer Ansicht nach die Eltern nicht erwarten. Einstimmig beschloss das Gremium die Gebührenerhöhung und die Einführung eines weiteren Moduls bei der Ganztagsbetreuung.
