Dettinger Mostprämierung – Gelungene und gesellige Veranstaltung
24 Moste des Jahrgangs 2013

Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Dettingen hatte zu seiner 18. Mostprämierung in den Proberaum des Gesangvereins in der Schlossberghalle eingeladen. Die Jury hatte wenig zu tun. Nur 24 Moste des Jahrgangs 2013 stellten sich der Verkostung.

Dettingen. Das Preisgericht setzte sich aus Bürgermeister Rainer Haußmann, dem früheren Vorsitzenden des OGV Dettingen Walter Hettenbach, dem Vorsitzenden des OGV Bissingen Rudolf Thaler, dem Vorsitzenden des OGV Kirchheim Roland Ruoff, dem Kellermeister i. R. Fritz Thumm und dem Brennereibesitzer Vitus Rommel zusammen.

Nach der Begrüßung der 45 Teilnehmer und Besucher durch den neuen Vorsitzenden des OGV Dettingen Jürgen Schäfer, ergriff Bürgermeister Rainer Haußmann das Wort. Er nutzte die Gelegenheit, den bisherigen Vorsitzenden Hettenbach seitens der Gemeinde zu verabschieden. Er lobte die stets gute Zusammenarbeit mit dem OGV und dessen Arbeit für den Erhalt der Kulturlandschaft Streuobstwiese. Mit der Verdienst von Walter Hettenbach sei es gewesen, die Mostprämierung in Dettingen zu etablieren. Mit der diesjährigen Veranstaltung sei die Mostprämierung der Schlossberggemeinde volljährig geworden, sagte der Bürgermeister. Dem neuen Vorsitzenden wünschte er alles Gute für das neu übernommene Amt. Heutzutage sei es keine Selbstverständlichkeit, Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen. Beide, der alte und der neue Vorsitzende, erhielten ein Präsent der Gemeinde.

Der Sprecher der Jury, Rudolf Thaler, lobte die Qualität der Dettinger Moste. In einem so schlechten Obstjahr 24 Moste zur Prämierung zu stellen, sei eine reife Leistung. Die verregnete Blüte und zu allem Überfluss noch der katastrophale Hagel im Sommer haben in der Region fast zu einem Totalausfall der Obsternte geführt, ergänzte er. Die kolossalen Schäden und deren Auswirkungen auf die Obstbäume werde man wohl noch in den nächsten Jahren spüren. Obwohl der Most durch bessere Kellereitechnik in den vergangenen Jahren immer besser geworden sei, besitze er immer noch ein schlechtes Image. Das müsse geändert werden, unterstrich Rudolf Thaler.

Bei der Verkostung erreichte der Most von Adolf Blankenhorn die meisten Punkte. Wie im vergangenen Jahr belegte er den ersten Platz. Mit knappem Abstand folgten die Moste von Dorothea Helber, Siegfried Ott, Thomas Helber und Fritz Blankenhorn auf den Plätzen zwei bis fünf. Die besten fünf Mosthersteller erhielten Urkunden und Sachpreise.

Unter allen Anwesenden wurde eine vom Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich gestiftete Informationsreise für zwei Personen nach Berlin verlost. Die glückliche Gewinnerin war Hanne Löw.

Ein fester Programmpunkt bei der Mostprämierung ist das Schnapsriechen. Fünf Schnapssorten mussten von den Teilnehmern „errochen“ werden. Die feinsten Nasen bewiesen Dorothea Helber, Bärbel Weinacht, Stefan Stangl, Roland Ruoff, Willi Epple und Walter Hettenbach.

Die gute Bewirtung oblag den ehrenamtlichen Helfern des Gesangvereins. Mit seinem Film „Unser kleines Paradies“ rundete zudem Mitglied Heinz Schöttner eine gelungene und gesellige Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Dettingen ab.mw