Dettingen. Das Preisgericht bei der 16. Mostprämierung setzte sich zusammen aus Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann, MdB Michael Hennrich, Bürgermeister a. D. Ulrich Rieker, dem Vorsitzenden des OGV Bissingen Rudolf Thaler, dem Kellermeister i. R. Fritz Thumm, Brennereibesitzer Vitus Rommel und MdL Karl Zimmermann.
Zur Siegerehrung begrüßte der Vorsitzende Walter Hettenbach 45 Teilnehmer und Besucher. Er gratulierte Bürgermeister Haußmann zu seiner Wiederwahl und sah sogleich Parallelen: So handelte es sich um die 16. Mostprämierung – und seit 16 Jahren ist Rainer Haußmann Bürgermeister in Dettingen. Außerdem ging es bei der Mostprämierung ebenfalls um eine Wahl: Es gab allerdings 32 Bewerber, sagte Walter Hettenbach.
Der Sprecher der Jury, Rudolf Thaler, lobte die Vorzüge des Mostes im eigenen Haus und zitierte einen Artikel aus dem Buch „Obstwiesen im Kraichgau“ mit dem Titel „Schützt der Most vor richtiger Trunksucht?“. Diese aus heutiger Sicht abenteuerliche Theorie zeigt den Stellenwert des Mostes um die Jahrhundertwende. Der Most wurde zu jener Zeit nicht nur in seiner Bedeutung als Nahrungsmittel, sondern auch aus volkswirtschaftlicher und sozialer Sicht bewertet.
Rudolf Thaler lobte die Qualität der vorgestellten Moste. Über die Jahre sieht man eine deutliche Steigerung der Qualität, die unter anderem auf die zunehmende Verwendung von Hefe und von sauberem, reifem Mostobst zurückzuführen ist.
Den ersten Platz belegte der Most von Jaqueline Helber. Die Plätze zwei bis fünf belegten die Moste von Winfried Kast, Dorothea Helber, Martin Theil und Ingeborg Ochs. Die ersten fünf platzierten Mosthersteller erhielten je eine Urkunde und einen Sachpreis. Alle Teilnehmer erhielten zur Erinnerung ein Mostglas des OGV Dettingen.
Unter allen Anwesenden wurde die von Michael Hennrich gestiftete Informationsreise nach Berlin verlost. Erich Stümpfle war der glückliche Gewinner.
Ein fester Bestandteil der Mostprämierung ist das „Schnapsriechen“. Fünf Schnapssorten sollten von den Teilnehmern „errochen“ werden. Die feinsten Nasen bewiesen Sandra Hink, Martina und Vitus Rommel sowie Gerhard Bauer.
Für einen gemütlichen Ausklang sorgte Mitglied Robert Oeffinger mit seiner Ziehharmonika. Die Bewirtung übernahm in bewährter Weise das Team des Gesangvereins Eintracht. mw
