Chor Nowelli verwandelt die Notzinger Gemeindehalle in einen Hexenkessel
Afrikanischer Groove

Notzingen.Beim Afrika-Konzert verwandelten „Nowelli“ – der junge Chor der Concordia Notzingen-­Wellingen – und die Trommelgruppe „Taktlos“ aus Stuttgart die Notzinger Gemeindehalle in einen brodelnden Hexenkessel. Die Gäste in der proppenvollen Halle klatschten und trommelten bei den mitreißenden Rhythmen der afrikanischen Lieder und Trommelstücke begeistert mit. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums von Nowelli alle Zuhörer ein begeistertes „Ja!“ mit allen guten Wünschen für die nächsten zehn Jahre ausriefen. Doch auch die leiseren, melodischen Töne kamen nicht zu kurz. Als das Nowelli-Quartett den Anti-Apartheid-Song „Freedom is coming“ vortrug, machte sich Gänsehautgefühl im Publikum breit.

Überhaupt ergänzten sich Nowellis Melodien unter der Leitung von Carolin Strecker und die Rhythmen von „Taktlos“ unter der Leitung von Till Ohlhausen hervorragend. Am Flügel begleitete Meike Boltersdorf die harmonischen Klänge. Neben den Nowelli-Chormitgliedern waren auch die Projektsänger, die seit März an den intensiven Proben teilgenommen hatten, besonders engagiert.

Wer zu Beginn des Konzerts noch glaubte, kein afrikanisches Stück zu kennen, wurde bei den Klängen von „Pata Pata“ oder auch „The Lion sleeps tonight“ eines Besseren belehrt. Der afrikanische Groove sprang auf das Publikum über. Doch auch die von Nowelli vorgetragenen unbekannten Stücke begeisterten mit warmen und wunderschönen Harmonien. Den musikalischen Höhepunkt bildete das Stück „Afrika“ der kalifornischen Popgruppe Toto: Es regnete, blitzte, donnerte, und Wüstenblumen erblühten durch die wunderbare Choreografie, die Anton Schweizer für Nowelli entworfen hatte.

Doch wer Nowellis Konzerte bereits kennt, weiß, dass nicht nur Ohrenschmaus geboten wird. Schon beim Eintritt ins Foyer wurden die Besucher in die Farbwelt der afrikanischen Steppe entführt: Hohe Gräser, Giraffen und lebensgroße afrikanische Figuren kündigten an, was im prachtvollen Bühnenbild seine Fortsetzung fand. In orangefarbenes Licht getaucht sah man Baum und Giraffe als stimmungsvolles Schattenbild. Durch den Abend führte Birgitt Birk, die den Inhalt der Lieder vorstellte und einen Eindruck von der afrikanischen Kultur und Lebensweise vermittelte, getreu dem afrikanischen Sprichwort: „Ihr Europäer habt die Uhr, wir Afrikaner haben die Zeit.“ Der Abend war somit für alle Sinne eine Kurzreise auf den schwarzen Kontinent.

Übrigens: Der Chor Nowelli sucht jederzeit neue Sänger. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage www.nowelli.de.gf