Ahmad Smith und die Rockets aus Gotha haben am Mittwoch offiziell die Trennung bekannt gegeben. Nach unruhigen Wochen, die in der Suspendierung des Spielmachers am vergangenen Samstag gegen Nürnberg gipfelte, zogen beide Seiten nun einen Schlussstrich. Mit Smith verlässt auch der ebenfalls in Ungnade gefallene Trayvon Latham die Rockets. Smith, der bereits vor Wochen mit einer Rückkehr nach Kirchheim geliebäugelt hatte, ist inzwischen offenbar auf dem Weg in seine Heimat, um mit sich in Klausur zu gehen. Ob nur über Weihnachten oder für längere Zeit, weiß niemand. „Ich habe momentan keinen Kontakt zu ihm“, sagt sein ehemaliger Coach Frenkie Ignjatovic. „Ahmad ist der einzige Spieler, den ich kenne, der kein Handy besitzt.“ Eine Verpflichtung des Amerikaners, der in der vergangenen Saison der überragende Spielmacher in Kirchheim war, scheint bei den Knights derzeit kein Thema zu sein, obwohl beide Seiten stets Interesse bekundeten. Im November verhinderte nur die verweigerte Freigabe Gothas ein Comeback im Knights-Trikot. Stattdessen wurde Tim Burnette verpflichtet. „Ich gehe davon aus, dass wir mit unveränderter Mannschaft in die Rückrunde gehen“, sagt Sportchef Karl-Wilhelm Lenger. „Ohne zusätzliches Geld ist Ahmad für uns derzeit nicht zu finanzieren.“ Smith, der als ebenso sensibel wie wankelmütig gilt, wird seinem Ruf als Diva aber auch als ausgeprägter Familienmensch wieder einmal gerecht. Nach Saisonende im Frühjahr zog sich der 28-Jährige wochenlang zurück, beriet sich daheim in Alexandria/Virginia mit der Familie über seine Zukunft. Zu Jahresbeginn 2012 war Smith verspätet aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt und hatte bei den Knights dafür eine interne Strafe kassiert. bk
Ahmad Smith quittiert und fliegt
