Kreis Esslingen. Über 60 Mitarbeiter des Forstamts, der waldbesitzenden Kommunen des Landkreises sowie im Forst tätige Unternehmer haben kürzlich an diesem Training des Forstamts teilgenommen. „Wir müssen alle Möglichkeiten zur Vorbeugung von Unfällen ausschöpfen“, lautet die Überzeugung des Forstamtsleiters Anton Watzek, „denn jeder Unfall ist ein Unfall zu viel“.
Unter Federführung des Sicherheitsbeauftragten von ForstBW und der Sicherheitsfachkraft des Forstamts, Forstwirtschaftsmeister Matthias Klein, wurde das Unfallgeschehen detailliert aufgearbeitet. Es galt, Gefahrenpotenziale zu erkennen, und die erforderlichen Maßnahmen abzuleiten. In praktischen Übungen wurden diese am Nachmittag im Wald umgesetzt und eingeübt. Besonders gefährlich sind in der Holzernte Äste, die beim Fallen des Baumes in Schwingung gebracht werden und herunterfallen. Mit der stetigen Anreicherung von Totholzmengen aus Gründen des Naturschutzes steigt diese Gefahr ebenfalls an.
Wenn die Laubbäume das Laub weitgehend abgeworfen haben, beginnt die Holzernte. Rund 120 000 Kubikmeter Holz müssen innerhalb weniger Monate eingeschlagen werden. Waldstraßen müssen dann wieder vorübergehend gesperrt werden. Diese Absperrungen müssen von den Waldbesuchern unbedingt beachtet werden. Zum Leidwesen der Förster gibt es aber immer wieder Waldbesucher, die diese Absperrungen ignorieren. Dann besteht Lebensgefahr.
Vor allem in den stadtnahen Wäldern brenne dieses Problem den Forstleuten unter den Nägeln. Daher weist das Forstamt darauf hin, dass alle Warntafeln in Verbindung mit Absperrungen mit großem Banner oder Absperrband eingehalten werden müssen. Wer die Absperrungen dennoch ignoriert, muss mit einer Anzeige rechnen.pm