B 297: Keine Chance für Kreisverkehr
Ampel an der Bundesstraße kommt

Die Einmündung Auchtertstraße zur B 297 in Schlierbach wird mit einer Ampel ausgerüstet. Grund dafür sind die häufigen Unfälle im Einmündungsbereich, die auch schon einen Verkehrstoten gefordert haben.

Volkmar Schreier

Schlierbach. Dass dieser Gefahrenpunkt entschärft werden muss, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Immerhin befahren nach den Daten einer Verkehrszählung täglich fast 12 000 Fahrzeuge die B 297 an der besagten Stelle. Und in der Auchtertstraße registrierten die Zähler der Straßenbauverwaltung rund 5 800 Fahrzeugbewegungen pro Tag.

Insgesamt werden die anstehenden Arbeiten im Einmündungsbereich etwa 60 000 Euro kosten. Neben der Ampel ist auch geplant, zwei Verkehrsinseln zu bauen. Bei den Baukosten ist die Gemeinde Schlierbach mit im Boot, denn laut einer gesetzlichen Regelung muss sich die Gemeinde an den Baukosten beteiligen, wenn mehr als ein Drittel des Verkehrsaufkommens durch ortsnahen Verkehr zustande kommt. Der Anteil der Gemeinde an den Baukosten wird sich auf rund 20 000 Euro belaufen. Der Gemeinderat stimmte einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Gemeinde und Straßenbaubehörde einstimmig zu.

Eigentlich hätten Verwaltung und Gemeinderat anstelle einer Ampelanlage einen Kreisverkehr favorisiert, doch Bürgermeister Paul Schmid stieß mit diesem Ansinnen auf Granit. „Die Straßenbauverwaltung lässt sich zu einem Kreisverkehr nicht erweichen.“ Zwar könnte die Gemeinde weiterhin versuchen, einen Kreisverkehr durchzusetzen, was allerdings lediglich zu einer weiteren Verzögerung führen würde – dem gewünschten Kreisverkehr käme man dennoch nicht näher.

Das sehen auch die Ratsmitglieder realistisch. Ralf Dreizler (FUW): „Es ist klar, dass der Kreisverkehr nicht kommt.“ Er machte allerdings der Straßenbaubehörde den Vorwurf, von vornherein mögliche Alternativen zur Ampelanlage nicht ausreichend untersucht zu haben. Auch Kurt Moll (CDU) sieht die Ampel als gesetzt an: „Wir werden da nicht drumherum kommen“, so seine Einschätzung. Man könne nicht noch einmal ein halbes Jahr lang diskutieren und zwischenzeitlich komme an dieser Stelle womöglich nochmals jemand ums Leben.

Allerdings sehen einige Ratsmitglieder bei der präsentierten Planung für den Kreuzungsbereich noch Optimierungsbedarf. So regte Ralf Dreizler an, aus Richtung Kirchheim kommend eine richtige Rechtsabbiegerspur in die Auchtertstraße hinein anzulegen. Und Jürgen Kurz (CDU) erscheint der Abbiegeradius aus der Auchtertstraße hinaus auf die B 297 in Richtung Kirchheim für den Schwerlastverkehr zu gering bemessen.