Landkreis nimmt weiter am Programm „Sozialer Arbeitsmarkt“ teil
Arbeit für „harten Kern“

Der Landkreis Esslingen nimmt weiter am Landesförderprogramm „Sozialer Arbeitsmarkt“ für 30 Langzeitarbeitslose teil. Dazu hat der Sozialausschuss des Kreistags grünes Licht gegeben.

Esslingen. „Das ist alles in allem eine gute Sache“, befand Sozialdezernent Dieter Krug. Das sahen auch die Fraktionssprecher im Sozialausschuss so und begrüßten die Möglichkeit, Menschen, die schon des Längeren von der Arbeitslosigkeit betroffen sind, „aus der Passivität in die Aktivität“ zu führen.

„Wir sind mit diesem Programm gut unterwegs und liegen gegenüber anderen Landkreisen vorne“, freute sich Eberhard Haußmann, Sprecher der Wohlfahrtsverbände.

Ziemlich genau vor einem Jahr stimmte der Sozialausschuss zu, am Landesförderprogramm „Sozialer Arbeitsmarkt – Baustein Passiv-Aktiv-Tausch“ bis Ende 2013 für maximal 25 arbeitslose Menschen teilzunehmen. Im September waren alle 25 Arbeitsplätze im Landkreis belegt. Da landesweit nicht alle zugewiesenen Stellen in einzelnen Stadt- und Landkreisen belegt werden konnten, fragte das Sozialministerium an, ob der Kreis noch Interesse an weiteren Plätzen habe.

Das Sozialdezernat klärte die Frage mit dem Jobcenter ab und bekundete sein Interesse unter dem Vorbehalt, dass auch der Sozialausschuss zustimmt.

Dem Kreistagsgremium empfahl die Kreisverwaltung, bis zum Ende des Landesprogramms im Dezember 2015 teilzunehmen und den weiteren fünf geförderten Arbeitsplätzen zuzustimmen. Dabei handelt es sich, wie Sozialdezernent Krug sagte, um einen Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, denn das Modellprogramm richtet sich an den „harten Kern“ der langzeitarbeitslosen Menschen, die bereits mehr als drei Jahre Hartz-IV-Empfänger sind und nur schwer zu vermitteln sind.

Im Jahr 2014 wird das Förderprogramm maximal 252 000 Euro kosten. Davon übernimmt der Landkreis jährlich 36 000 Euro, den Hauptanteil zahlt das Land. Die Kreisverwaltung geht davon aus, dass sich der Aufwand des Kreises durch die ersparten Kosten der Unterkunft für die früheren Leistungsempfänger, die jetzt am Programm teilnehmen, bei Weitem kompensiert.