Insgesamt 352 Einsätze ließen die Kirchheimer Feuerwehr im Jahr 2013 nicht zur Ruhe kommen
Arbeitsreiches Jahr für die Floriansjünger

Die Abteilung Kirchheim der Freiwilligen Feuerwehr blickte bei ihrer Hauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem nicht nur zahlreiche Einsätze zu absolvieren waren, sondern auch eine Kinderfeuerwehr ins Leben gerufen wurde.

Kirchheim. In einem umfangreichen Bericht ließ Abteilungskommandant Michael Heyde das Jahr 2013 Revue passieren. Er berichtete darüber, dass die Einsatzzahlen im Vergleich zu 2012 um über fünfzig Prozent in die Höhe gegangen sind. 352 Einsätze verzeichnete die Alarmstatistik, 229 davon waren technische Hilfeleistungseinsätze. Hierbei wurden von der Feuerwehr Menschen – teilweise aus verunglückten Fahrzeugen – gerettet. Leider nahm die Zahl der tödlich verletzten Personen, die geborgen werden mussten, im letzten Jahr zu. Heyde betonte, dass dies für die Angehörigen der Wehr teilweise sehr belastend ist und deshalb die Zusammenarbeit mit einem Notfallseelsorger aufgenommen wurde. Außerdem wurden 123 Brandeinsätze abgearbeitet, wobei durch die Frauen und Männer der Kirchheimer Feuerwehr ebenfalls Personen aus brennenden Gebäuden gerettet wurden.

Besonders erwähnte Michael Heyde das Unwetter vom 28. Juli, das die Kirchheim Wehr über mehrere Tage hinweg in Atem gehalten hatte. Durch den Hagel und Dauerregen mussten in Kirchheim und den umliegenden Gemeinden innerhalb von 48 Stunden 66 Einsätze absolviert werden.

Dass die Ehrenamtlichen jedoch nicht nur bei den Einsätzen engagiert tätig sind, ließ Michael Heyde nicht unerwähnt. Neben zahlreichen Aus- und Weiterbildungen auf Landes- und Landkreisebene, an denen Angehörige der Abteilung Kirchheim teilnahmen, wurden in Kirchheim selbst über 1 600 Feuerwehrangehörige von anderen Feuerwehren aus- und weitergebildet. Um auch in Zukunft den Nachwuchs sicherzustellen, beschreitet die Abteilung Stadtmitte mit der Gründung der Kinderfeuerwehr einen neuen Weg. Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren wird unter der Leitung von Sarah Geisinger, Sarah Hack und Benjamin Nägelein spielerisch das Thema Feuerwehr nähergebracht. Die Anzahl von 14 Kindern, die sich donnerstags im Technischen Zentrum treffen, verdeutliche, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolgsmodell werden könne.

Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes hat die Brandschutzerziehung einen hohen Stellenwert. So wurden im letzten Jahr 325 Jugendliche und Kinder aus den Kirchheimer Kindergärten und Schulen über das Verhalten bei Bränden informiert.

Oliver Sohn als stellvertretender Leiter der Jugendfeuerwehr berichtete für den verhinderten Leiter Fabian Carrucci über die Aktivitäten der Jugendlichen. Wilhelm Kurz stellte die umfangreichen Aktivitäten der Altersfeuerwehr vor. Dem Kassier Andreas Müller bescheinigten die Kassenprüfer Kerstin Schmid und Michael Adler eine ordnungsgemäße Kassenführung, was eine einstimmige Entlastung zur Folge hatte.

Stadtbrandmeister Roland Schultheiß hob das Engagement der Frauen und Männern der Abteilung Kirchheim hervor, auf deren Einsatzbereitschaft er sich auch im Jahr 2013 verlassen konnte. In diesem Zusammenhang vergaß er auch nicht, auf das Entgegenkommen der Arbeitgeber hinzuweisen, die ihre Mitarbeiter für den Einsatz freistellen.

Angelika Matt-Heidecker betonte, dass Gemeinderat und Stadtverwaltung die oft nicht einfache Arbeit der Feuerwehr zu schätzen wissen und diese Arbeit so gut wie möglich unterstützen. Exemplarisch führte sie die Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeugs LF 20/16 und die anstehende Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs an. Beeindruckt war sie darüber, dass das im Mai 2013 an die Abteilung Kirchheim übergebene Fahrzeug bereits zu über 90 Einsätzen ausgerückt ist. „Dies zeigt die Notwendigkeit der Beschaffung“, sagte sie. Lobend erwähnte die Oberbürgermeisterin ausdrücklich die Jugendarbeit, was sich auch in der Gründung der Kinderfeuerwehr widerspiegelt.

Karl-Heinz Stritt, erster Polizeihauptkommissar des Polizeireviers Kirchheim, verabschiedete sich in seinem Grußwort von „seiner“ Feuerwehr – Michael Heyde wünschte dem bevorstehenden Pensionär alles Gute für die Zukunft. Für ihre Leistungen in der Freiwilligen Feuerwehr beförderte Michael Heyde schließlich Jens Bayer zum Feuerwehrmann, Markus Hägele zum Oberfeuerwehrmann, Benjamin Wachsmann zum Hauptfeuerwehrmann und Martin Heim zum Löschmeister.

Nach einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2014 beendete Michael Heyde die Hauptversammlung.ma