Owen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK, unter der Leitung von Zugführer Mathias Schmollack, übten den Aufbau eines Behandlungsplatzes (BHP) 25. Ein BHP 25 ist eine Einrichtung mit einer vorgegebenen Struktur, in der sowohl Verletzte als auch Erkrankte notfallmedizinisch versorgt werden. Von dort erfolgt der Transport in verschiedene Kliniken. Für den Behandlungsplatz wurden von den Ehrenamtlichen insgesamt fünf Zelte aufgestellt und eingerichtet. „Solche Übungen dienen dazu, Schwachstellen in unserer Kommunikation und in den organisatorischen Abläufen aufzudecken und diese dann zu beheben“, sagte Zugführer Mathias Schmollack.
Vor der Übung wurden verschiedene Ausbildungen für die Helfer angeboten. So wurde beispielsweise an einer Station geübt, wie man Verletzten oder älteren Menschen beim An- beziehungsweise Auskleiden hilft, oder wie man jemanden beim Trinken und Essen unterstützt. „Diese Ausbildung ist sehr wichtig, da es immer mehr Seniorenzentren gibt. Im Falle einer Evakuierung sind das auch Tätigkeiten, die auf uns als Einsatzkräfte zukommen können“, erklärt Christina Kleiner. Außerdem wurde die Wiederbelebung von verletzten Personen geübt, wobei auch technische Geräte wie zum Beispiel ein Defibrillator und ein Beatmungsgerät zum Einsatz kamen.
Kreisbereitschaftsleiter Andreas Schober war als Übungsbeobachter anwesend und zeigte sich zufrieden mit der Zusammenarbeit der Bereitschaften: „Der Aufbau des BHP ist ruhig und geordnet verlaufen, es waren keine großen Probleme erkennbar und wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen, als wir die Einsatzeinheit aufgestellt haben.“
Zum Abschluss der Übung verwies Zugführer Mathias Schmollack anerkennend auf das Entgegenkommen der Stadt Owen, die die Teckhalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. „Dass wir in der Teckhalle üben können, hat für uns den Vorteil, dass wir wetterunabhängig sind und so auch unser Material schonen“, sagte Schmollack.
Die Einsatzeinheit drei ist eine ehrenamtliche Sanitäts- und Betreuungskomponente des Bevölkerungsschutzes in Baden-Württemberg. Sie kommt bei „Großschadensereignissen“ wie Bus- und Zugunglücken, Großbränden und Evakuierungen zum Einsatz, wenn der hauptamtliche Rettungsdienst sowie die ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen (SEG) noch weitere Unterstützung benötigen. Neben medizinischem Material und Geräten führt die Einsatzeinheit auch Technik mit sich, darunter Stromgeneratoren, Beleuchtung und auch Heizungen. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass der Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg und auch in Deutschland zum Großteil aus freiwilligen Helfern besteht”, so Kreisbereitschaftsleiterin Sandra Sauer. „Dabei benötigen wir für diese Aufgaben dringend weitere Menschen, die sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren möchten.” Die medizinischen, taktischen oder auch technischen Ausbildungen, die dafür notwendig sind, werden durch das DRK finanziert und sind für die Teilnehmer kostenlos. Interessierte finden unter www.kv-nuertingen.drk.de weitere Informationen oder können sich direkt an das DRK in ihrer Gemeinde wenden.pm
