Vortrag bei den Neidlinger Landfrauen
„Bärenstarkes Beerenobst“

„Bärenstarkes Beerenobst im Garten“: So lautete der Titel eines Vortrags, der jüngst bei den Neidlinger Landfrauen stattfand.

Neidlingen. Es gibt wohl nur wenige Gärten, in denen sich keine Beeren finden. Dass es sich dabei um einen besonderen Reichtum handelt, war eine in dieser Eindeutigkeit bei einem Landfrauenvortrag zum „Bärenstarken Beerenobst im Garten“ kaum erwartete Feststellung.

Die Referentin, Diplomingenieurin Gudrun Vohl-Grözinger, hatte die Antwort auf ihre Frage nach der größten Beere erwartungsgemäß selbst beantworten müssen – denn auf den Kürbis wäre niemand gekommen. Doch diese Frucht ist eine echte Beere, denn ihre Kerne sind in weichem, saftigem Fruchtfleisch zu finden und von einer festen Hülle umgeben. Damit fügt sie sich in das Bild der Beere ein, wie etwa auch Gurken, Kiwis, Trauben, Tomaten und Zitronen.

Die beliebteste Sorte der Beeren, und damit die Königin, ist die Erdbeere mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Die in den roten Früchten enthaltenen Vitamine werden beim Einfrieren erhalten. Erdbeeren sollten nach vier bis fünf Jahren an anderer Stelle nachgepflanzt werden. Insgesamt gibt es weltweit über Tausend Sorten.

Die Referentin, die einen hofeigenen Beerenbetrieb hat, nannte aber auch die mannigfachen Feinde der Beere beim Namen und bezeichnete bei den tierischen Feinden die Schnecke als Plage. Gegen diese könnten eine lockere Bodenbearbeitung und eine Strohunterlage unter den Früchten helfen. Angefaulte Früchte müssten auf jeden Fall vom Stock entfernt werden. Überraschend war die Feststellung der Fachfrau, dass der Gehalt an Vitamin C bei Erdbeeren wesentlich ist und deutlich höher liegt als bei Zitrusfrüchten und Äpfeln.

Eine weitere edle, aber leider auch sehr empfindliche Frucht ist die sommer- und herbsttragende Himbeere. In ihr sind zahlreiche Mineralstoffe enthalten, und sie verfügt über einen relativ hohen Eisengehalt.

Die mit Abstand gesündeste Frucht ist aber die Schwarze Johannisbeere, und zwar deutlich vor der Roten. Und auch die Brombeere verfügt über „Spitzengesundheitswerte“, wobei die stachellose den Konkurrenzkampf mit der herkömmlichen schwarzen Beere alles andere als gewonnen hat. ur