Kreis Esslingen. „Kommen Sie vorbei und seien Sie Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb!“ Unter diesem Motto finden erstmals Thementage rund ums Biosphärengebiet statt. Den Termin haben die Initiatoren bewusst gewählt: Fast genau vor zwei Jahren, am 26. Mai 2009, wurde das erste Großschutzgebiet in Baden-Württemberg von der UNESCO als Modellregion „geadelt“.
Ob Ausstellungen, Führungen, Wanderungen oder Vorträge – Städte und Gemeinden, Vereine, die Schwäbische Landpartie und andere Institutionen haben sich eine Menge einfallen lassen, um das Biosphärengebiet „begreifbar“ zu machen.
Ins Zeug gelegt hat sich unter anderem die Stadt Weilheim, die in den zehn Tagen allein elf Veranstaltungen auf die Beine stellt. Am Sonntag, 15. Mai, können in der Limburgstadt gleich mehrere Angebote wahrgenommen werden: Auf dem Marktplatz gibt es den ganzen Tag über restaurierte Feuerwehr-Oldtimer aus dem gesamten Landkreis zu bestaunen, und im Rathausfoyer wird eine Ausstellung zur Geschichte der Weilheimer Wehr eröffnet. Um 13.30 Uhr startet außerdem eine dreistündige botanische Führung unter der Ägide von Schwäbischem Albverein und NABU auf die Limburg. Verschiedene Touren auf den Weilheimer Hausberg laden während der kommenden Woche dazu ein, den Blick über das Albvorland schweifen zu lassen. Führungen durchs Städtle, durch die Peterskirche sowie eine E-Bike-Tour und eine Wanderung durchs Zipfelbachtal runden das Programm ab.
Bei Festen und Märkten wie dem Weilheimer Käsemarkt am Samstag, 21. Mai, können sich die Besucher das Biosphärengebiet mit kulinarischen Köstlichkeiten auf der Zunge zergehen lassen. Von 10 bis 17 Uhr gibt es in der Limburgstadt Angebote von Erzeugern, Gastronomen und Vereinen aus der Region. Ein Demeter Holzofenbäcker lässt sich über die Schulter schauen, das Biosphärenmobil ist vor Ort, und das Esslinger Landwirtschaftsamt hat einen Sinnesparcours aufgebaut.
Deftig geht es am Mittwoch, 18. Mai, rund ums Hepsisauer Backhaus zu, wenn Spezialitäten wie Holzofenbrot und Bätscher mit Most aus Birnen und Äpfeln von heimischen Streuobstwiesen gereicht werden. Direkt im Anschluss besteht die Möglichkeit, an einer Führung inklusive Destillatprobe in einer örtlichen Brennerei teilzunehmen.
Das Freilichtmuseum Beuren klinkt sich mit Aktionen wie einem Tag zum Thema „Bienen“ und einem Nachmittag rund um die Alblinse ebenso in das umfangreiche Programm ein wie das Naturschutzzentrum Schopflocher Alb mit verschiedenen Führungen.
Gemeindeübergreifend feiern Lenningen und Römerstein am Sonntag, 22. Mai, den Erhalt der wilden „Langen Steige“ inmitten der Kernzone als traditionsreichen Verbindungsweg. Auch für die Teilnehmer der Angebote lohnt sich der Blick über den Tellerrand: Im Bauernhausmuseum in Ödenwaldstetten beispielsweise steigt am Samstag, 14. Mai, eine besondere Museumsnacht, schmackhaft umrahmt mit sieben Gängen. Am Sonntag, 15. Mai, dürfen die Gäste in Hayingen einem der letzten Köhler auf der Alb bei seiner Arbeit zusehen, und in den Bad Uracher Albthermen können sich die Gäste im Rahmen einer Kräuterwoche nach Herzenslust verwöhnen lassen.
Offiziell eröffnet wird die Biosphären-Woche am morgigen Donnerstag, 12. Mai, um 18 Uhr in Bad Urach durch den Tübinger Regierungspräsidenten Hermann Strampfer und Bürgermeister Elmar Rebmann. Damit öffnet gleichzeitig das Uracher Biosphärendorf, das auf dem Marktplatz bis 15. Mai seine Zelte aufgeschlagen hat.
