Der Teckbote hat Stimmen eingefangen: Wie trotzen die Menschen der klirrenden Kälte?
„Cooper“ fegt über die Teckstadt

Sibirische Kälte hat die Teckregion dieser Tage fest in ihrem eisigen Griff und lässt die Menschen bibbern. Sie genießen aber dennoch das Winterwetter, das Deutschland Hoch Cooper zu verdanken hat. Sich warm anziehen, kuscheln und Sport treiben: So lautet ihre Devise.

Kirchheim. „Im Vergleich zum vergangenen Winter sind wir in diesem Jahr doch verwöhnt“, winkt Anne Zacharias aus Kirchheim ab. Die vergangenen Wochen seien zu

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mild gewesen. Um die derzeitige Kältewelle gut zu überstehen, zieht sich die 52-Jährige warm an und geht „zügig durch die Stadt“. Auch von ihrem Hobby, dem Joggen, lässt sich die Kirchheimerin nicht abhalten. „Man muss immer in Bewegung bleiben“, dann sei Sport bei Minusgraden kein Problem.

Ihre zwölf Jahre alte Tochter Annika schwört derzeit hingegen auf Mütze und Handschuhe, wenn sie sich im Freien aufhält. Und wenn es ihr zu kalt ist, „dann bleibe ich einfach zu Hause“.

„Zwiebellook“ mit mehreren Lagen und dicken Socken ist für Simone Holz-Zigkiriadis aus Kirchheim bei klirrender Kälte unerlässlich. „Ich bin zwar schon eher der Sommertyp,

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aber alles zu seiner Zeit – und in vier Wochen haben wir es geschafft. Dann kommt der Frühling“, zeigt sich die Kirchheimerin gelassen. „Man muss das Wetter so nehmen, wie es kommt. Alles andere ist Blödsinn.“ Sich zu Hause einzuschließen helfe jedenfalls nicht weiter, verdeutlicht die 41-Jährige, die auch bei Minusgraden regelmäßig die Walkingschuhe schnürt.

„Mir macht weder Hitze noch Kälte etwas aus. Da habe ich keine Probleme“, betont Ferdinand Weißbeck aus Kirchheim gut gelaunt. Zwischen einer Stunde und zwei Stunden

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ist der 66-Jährige täglich an der frischen Luft unterwegs – auch während der momentanen Kältewelle. „Einen Hut brauche ich dann allerdings. Sonst wird es am Kopf ein bisschen frisch“, räumt er schmunzelnd ein.

Grundsätzlich ist dem Kirchhei­mer knackige Kälte lieber als das Schmuddelwetter, das in den vergangenen Wochen häufig Regen und trüben Himmel mit sich brachte. Unter seiner Winterjacke trägt der Rentner übrigens nur ein T-Shirt – er ist abgehärtet und hat auch nicht so schnell mit einer Erkältung zu kämpfen.

„Ich schütze mich mit einem Glas wunderbaren Rotwein und mit gutem Essen. Außerdem kuschle ich ein bisschen mit meiner Frau – da wird es einem wieder warm“, sagt Gigi

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Squillante aus Kirchheim grinsend. „Liebe ist die beste Medizin. Kälte kann einem dann nichts mehr anhaben.“ Für den 61-Jährigen sind aber auch warme Kleidung und „eine schöne Mütze“ wichtig, um der sibirischen Kälte den Kampf anzusagen. Abgesehen davon sei die Kälte aber auch gesund und stärke die Abwehrkräfte, betont der 61-Jährige.

„Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“, weiß auch Günter Habermann aus Kirchheim. Die Ankündigungen in den Medien zur Kältewelle seien zum Teil sehr

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dramatisch gewesen. „Da bekam man richtig Angst. Aber so war man gewarnt und konnte sich auf die Herausforderung freuen, der Kälte zu trotzen“, sagt der 71-Jährige euphorisch. Der Kirchheimer kann sich im Übrigen noch genau an die Winter erinnern, die er in seiner Kindheit erlebt hat. „Die waren viel kälter.“ Sollte es in den nächsten Tagen jedoch „ganz schlimm werden, dann kaufe ich mir eine Mütze, die auch die Ohren bedeckt“, verrät der Kirch­heimer.

Seine Frau Shu-Lin Chen-Habermann freut sich über die sibirische Kälte, die uns das Hoch Cooper beschert hat. „Es ist gut, dass sie noch kommt. Denn die Natur braucht sie“, ist die 48-Jährige überzeugt. Der milde Winter in den vergangenen Wochen sei unnatürlich gewesen. Für Shu-Lin Chen-Habermann sind Minusgrade kein Grund, um Trübsal zu blasen. „Ich jammere nie über das Wetter.“ Warm eingepackt mit Mütze, Handschuhen, Strumpfhose, guten Stiefeln und Wintermantel genießt die 48-Jährige mit ihrem Mann das eisige Winterwetter.