Die 34. Teckboten-Weihnachtsaktion hat 75 120 Euro für soziale Gruppierungen erwirtschaftet
„Das ist einfach klasse!“

Da strahlten die Gesichter mit der Frühlingssonne um die Wette: 75 120 Euro stehen heuer auf dem Scheck der Teckboten-Weihnachtsaktion. – Ein großartiges Ergebnis, das das enorme Engagement der Leserschaft des Teckboten und der hiesigen Firmen und Vereine spiegelt.

Kirchheim. Die Scheckübergabe stellt alljährlich gleichzeitig den Höhepunkt und auch den Abschluss der jeweiligen Weihnachtsaktion des Teckboten dar. Verleger Ulrich Gottlieb, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam für eine gute Sache“, zeigte sich hocherfreut, dass nun schon zum 34. Mal zur Geldübergabe beim Teckboten geladen werden konnte. „Unser Verein unterstützt gern das enorme ehrenamtliche Engagement in der Region“, versicherte er den Anwesenden und betonte, dass jeder Euro ohne Abzug in den Spendentopf fließt, um dann vor Ort sinnvolle Verwendung zu finden.

„Wir wollen einerseits Geld sammeln, aber auch informieren“, stellte Ulrich Gottlieb die zwei Pfeiler he­raus, auf denen die Weihnachtsaktion des Teckboten basiert. Die bedachten Organisationen bekommen den höheren Bekanntheitsgrad meist umgehend zu spüren. Auch die Tatsache, dass viele unterschiedlich Aktionen zugunsten der Ziele der sozialen Einrichtungen ins Leben gerufen werden, spiegelt die Verbundenheit der Leser, Vereine, Gruppierungen und Firmen mit der Region. Natürlich tragen auch die vielen einzelnen Spenden von Privatleuten erheblich dazu bei, dass auch heuer wieder an jede Organisation eine stattliche Summe übergeben werden konnte, nämlich jeweils 25 040 Euro.

Von diesem Geld kann man eine Menge Schulungen von Ehrenamtlichen finanzieren, viele Ausflüge unternehmen und andere sinnstiftende Dinge mehr organisieren. Beim Sozialen Netz Weilheim beispielsweise hilft die Spende dabei, „bewegte Hausbesuche“ einzuführen. Fachkraft Rosemarie Bühler erläuterte, dass damit ans Haus gebundene Menschen nicht nur besucht, sondern auch zu leichten Bewegungsübungen motiviert werden sollen. Ganz wichtig beim Sozialen Netz Weilheim ist aber der wachsende Beratungsbedarf, wie der Erste Vorsitzende Peter Dolezal betonte. Zunehmend müssen Menschen dabei unterstützt werden, sich im Dickicht der Hilfsangebote zurechtzufinden.

Das gilt auch bei der Lenninger „Schwester“, dem Verein „Unser Netz“, zu dem neben Lenningen auch Owen gehört. „Ich komme seit Januar kaum mehr aus dem Telefonieren heraus“, schilderte Fachkraft Gabriele Riecker, wie die Berichte über die Arbeit des Netzes zahlreiche Kontaktaufnahmen bewirkt hatten. Owens Bürgermeisterin und Beiratsvorsitzende Verena Grötzinger führte aus, dass sich der Verein für die Zukunft verstärkt generationenübergreifende Arbeit auf die Fahnen geschrieben habe. „Ziel ist einfach, füreinander da zu sein“, fasste sie zusammen. Angedacht sind Kontakte zu Schulen und vieles mehr.

Das wiederum hörten die Vertreter innen der Konrad-Widerholt-Förderschule in Kirchheim mit Interesse. Rektorin Susanne Schöllkopf, selbst im Vorstand des Fördervereins, erinnerte sich daran, dass die Förderschule lange Zeit ein Schattendasein in der Schullandschaft geführt habe. Erst mit Gründung des Fördervereins sei viel in Bewegung geraten. Jetzt seien auch weiterreichende Aktivitäten möglich. „Die Förderschule ist für ganz viele Kinder Heimat, nicht nur Schule“, betonte Vereinsvorsitzende Susanne Clauss: „Es gibt Schüler, die ihre Lehrer nach den Sommerferien voll Wiedersehensfreude umarmen!“. Das Heimatgefühl wird natürlich ganz besonders durch außerschulische Aktivitäten wie Theaterprojekte oder Fahrradreparaturen gestärkt, doch dafür werde eben auch ein außerschulisches Budget benötigt. „Es ist großartig, wer sich hier alles engagiert hat“, meinte Susanne Clauss im Hinblick auf die vielen Aktionen unter dem Dach der Weihnachtsaktion zugunsten der drei Organisationen.

Abschließend tauschte man sich in lockerer Runde noch eifrig über die Anforderungen im sozialen Bereich aus und über die Wertschätzung, die die ehrenamtlichen Helfer durch Einrichtungen wie die Teckboten-Weihnachtsaktion erfahren. Herbert Geyer, Sprecher des geschäftsführenden Vorstands von „Unser Netz“ fasste abschließend in schlichten Worten die Bedeutung des Engagements der Teckboten-Leser und aller Akteure treffend zusammen: „Das ist einfach klasse!“