Lokales

Auf den Spuren der Teck-Herzöge

Dreharbeiten zu „Landesschau Mobil“ mit SWR-Reporterin Petra Thaidigsmann in Owen

Das SWR auf Entdeckungsreise in der Region: Hoch über Owen thront die Burg Teck, wo früher die Herzöge residierten und die Geschicke der Stadt mitgestalteten. SWR-Reporterin Petra Thaidigsmann war diese Woche auf der Teck und in der Stadt Owen auf Spurensuche und lernte dabei auch die Geschichte der Bernhardskapelle kennen.

Kamera läuft: Dreharbeiten für die „Landesschau Mobil“ in der Owener Bernhardskapelle mit SWR-Reporterin Petra Thaidigsmann und
Kamera läuft: Dreharbeiten für die „Landesschau Mobil“ in der Owener Bernhardskapelle mit SWR-Reporterin Petra Thaidigsmann und ihrem Filmteam (links) sowie Stadtführerin Friedlinde Kazmaier (rechts).Foto: Deniz Calagan

Owen. „Auf mein Zeichen: Kamera läuft . . . jetzt!“, ruft der Kameramann, und SWR-Reporterin Petra Thaidigsmann setzt sich gemeinsam mit Stadtführerin Friedlinde Kazmaier aus Owen auf dem Platz vor der Owener Bernhardskapelle in Bewegung. „Als Nächstes kommen wir am alten Marktplatz vorbei zur Bernhardskapelle, die den in Owen und in der Burg lebenden Herzögen von der Teck als Kirche diente“, erklärt die Stadtführerin dabei.

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Die Szene vor der Kapelle muss aber leider gleich noch einmal wiederholt werden. „Das vorbeifahrende Auto war zu laut“, lässt der Tontechniker verlauten. „Können wir bitte noch mal zurück, auf Anfang?“

Jede Woche ist das „SWR-Landesschau-Mobil“ unterwegs, um eine Stadt oder Gemeinde aus Baden-Württemberg vorzustellen. Moderne Unternehmen, besondere Veranstaltungen und engagierte Vereine sind dabei ebenso interessant wie lokale Traditionen, Geschichte und Sehenswürdigkeiten. Diese Woche ist Owen an der Reihe.

Den Anfang der Dreharbeiten markierte ein Besuch auf der Burg Teck. Dort war das Team um Petra Thaidigsmann bereits am Vormittag mit Friedlinde Kazmaier zum Dreh verabredet. „Wir haben uns für Owen zunächst die Herzöge von Teck zum Thema gemacht“, erläutert Thaidigsmann die thematische Ausrichtung. Der Einfluss und das Wirken der Herzöge ist noch bis heute im Stadtbild sichtbar – wenn man weiß, wo man suchen muss.

Ein solcher Ort ist die Bernhardskapelle: 1276 wird erstmals eine Kapelle in der Oberstadt Owens erwähnt. Die Stiftung muss also früher erfolgt sein und steht deshalb historisch in engem Zusammenhang mit der Stadtgründung Owens nach 1250 unter Herzog Konrad von Teck.

Bei der Fortsetzung der Dreharbeiten im Inneren der Bernhards­kapelle zeichnet Friedlinde Kazmaier für die Reporterin die wechselvolle Baugeschichte des Gebäudes nach. Zunächst Gotteshaus, dann jahrhundertelang Zehntscheuer, schließlich privates Bauernhaus, ziert es mittlerweile als Bürgerzentrum mit Trauzimmer den Ortskern Owens.

„Es gibt tatsächlich noch Zeitzeugen im Ort, die hier drin wohnten und sich noch gut daran erinnern können, wie dort in der Ecke früher die Kühe gestanden haben“, erklärt Stadtführerin Kazmaier lächelnd.

Einige Aufnahmen und zwei Totalen später kommt das Kamera-Stativ zum Einsatz, um die Details des aus dem 15. Jahrhundert erhaltenen Wandmalereizyklus einzufangen. Die Ostwand zeigt Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard von Clairvaux, einer der führenden Gestalten aus den Anfängen des Zisterzienser-Ordens, während sich auf der Südwand ein umfangreicher Bildzyklus mit Szenen aus dem Leben Christi erhalten hat.

Das Ergebnis der Dreharbeiten können die Owener – und nicht nur die – bereits ab nächster Woche im Fernsehen bestaunen: Von Montag, 30. September, bis Freitag, 4. Oktober, kommen die Kurzbeiträge täglich abends in der Landesschau. Der längere Fernsehgenuss bietet sich schließlich am Samstag, 5. Oktober, wenn Owen gleich eine halbe Stunde am Stück das dritte Programm beherrscht.