Lokales

Dach zu früh gedeckt

Bissinger Aussegnungshalle im Bauzeitenplan

Der Rohbau der Bissinger Aussegnungshalle steht. Das Dach ist gedeckt. Eine Woche zu früh. Der Hagel hat auch hier zugeschlagen.

Bissingen. Faustdicke Hagelkörner zerschlugen rund hundert der neuen braunen Harzer Pfannen auf dem Dach der erweiterten Aussegnungshalle im Bissinger Friedhof, wie Bürgermeister Marcel Musolf berichtet. Zudem zeugen Beulen an den nagelneuen Blechverwahrungen und der Rinne am Glockenturm von dem Unwetter. Davon unbeeindruckt begannen die Elektriker im Innern des Rohbaus mit den Arbeiten.

Noch vor den Handwerkerferien wurde im rückwärtigen Teil der Estrich verlegt. Die Rohinstallation der Sanitäranlagen ist fertig gestellt. Die Maler rückten gestern mit Farbton und Pinsel an, um nach gusto des Gemeinderats die tragende Holzkons­truktion – Leimbinder und Stützen – in einem erdigen Braun anzustreichen. Die Weilheimer Firma Sindlinger ist dabei, die Leitung für den Hausanschluss zu installieren.

Während die Arbeiten an dem Gebäude voranschreiten, dessen Sanierung und Erweiterung rund eine halbe Million Euro kosten wird, und laut Architekt Manfred Weil im Bauzeitenplan liegen, ist die Verwaltung immer noch mit der Dokumentation der Hagelschäden befasst.

„Es gibt keine Liegenschaft, die nichts abbekommen hat“, erklärt Bürgermeister Musolf. Vor allem die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindehalle an der Schule wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. „Aber auch den Schafstall in Ochsenwang hat‘s richtig schlimm erwischt“, so Marcel Musolf. Während die Aussegnungshalle noch vor Wintereinbruch wetterfest ihrer Bestimmung übergeben werden soll, dürfte sich die Reparatur der vom Hagel malträtierten Liegenschaften der Kommune noch etliche Zeit hinziehen.

Anzeige