Lokales

„Der Stadtteil braucht den Laden“

Kunden auf dem Egelsberg schätzen die Einkaufsmöglichkeit

Schlayer‘s Lädle ist das einzige Geschäft auf dem Weilheimer Egelsberg, einem Stadtteil mit rund 1 800 Einwohnern. Die Kunden schätzen es, eine ­Einkaufsmöglichkeit direkt um die Ecke zu haben, wie eine Umfrage des Teckboten vor dem Laden ergeben hat.

Brigitte Saller
Brigitte Saller

Weilheim. „Ich bin regelmäßig hier“, sagt Gerhard Winkler. Der Rentner, der auf dem Egelsberg wohnt, ist froh, dass es den Laden gibt: „Die Leute hier auf dem Egelsberg werden immer älter, und der Bus fährt ja nur einmal pro Stunde“, sagt er.

Das findet auch Gudrun Schmick­ler: „Es gibt hier auf dem Egelsberg viele ältere Menschen, die nicht mobil sind“, sagt sie. Gerade für die sei der Laden sehr wichtig. Sie selbst gehe zwei Mal die Woche in Schlayer‘s Lädle einkaufen. „Das sollten auch viele andere tun, damit der Laden weiter bestehen kann.“

Ein Selbstläufer sind Geschäfte dort nicht. So kann sich Brigitte Saller noch an die Zeiten erinnern, als es auf dem Egelsberg einen kleinen Supermarkt gab. „Der konnte sich

nicht halten, weil die Leute lieber in große, günstigere Läden gegangen sind.“ Nun hofft sie, dass es dem Geschäft von Sylvia Schlayer besser ergeht und genügend Kunden kommen. „Das Lädle hier muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, findet sie.

Auch für Pfarrer Eckhard Schlatter steht fest: „Der Stadtteil braucht den Laden.“ Schlatter hatte sich vor gut einem Jahr an das Weilheimer Stadtmarketing gewandt, als er erfahren hatte, dass das vorhergehende Geschäft dort zumacht. Er appelliert an die Bewohner des Egelsbergs, auch auf Dauer dort einkaufen zu gehen. „Der Laden muss sich ja tragen“, weiß er.

Mathias Ade und Jennifer Paukner, die beide in der Nachbarschaft arbeiten, schätzen das Lädle um die Ecke sehr. „Hier kann ich mal kurz zwischendrin etwas holen“, freut sich Jennifer Paukner. Genauso sieht es ihr Kollege Mathias Ade. „Ich komme mit dem Fahrrad zur Arbeit – wo sollte ich denn da sonst einkaufen gehen?“ fragt er. Das Thema Nahversorgung ist für ihn nicht nur aus praktischen Gründen, sondern unter Aspekten des Umweltschutzes wichtig. „Wenn sich jeder ins Auto setzt und zum Brötchenkaufen nach Weilheim fährt, entsteht ganz schön viel CO2.“

Gudrun Schmickler
Gudrun Schmickler
Mathias Ade
Mathias Ade
Jennifer Paukner
Jennifer Paukner
Eckhard Schlatter
Eckhard Schlatter
Gerhard Winkler
Gerhard Winkler
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