Lokales

Ein Symbol steht vor dem Aus

Das legendäre Kirchheimer Brückenhaus wird abgerissen

Das „Brückenhaus“ beim Kirchheimer Bahnhof ist mehr als nur eine marode Villa. Es ist die Keimzelle moderner Jugendarbeit in Kirchheim und seit 1977 Anlaufstelle für junge ­Leute. Jetzt wird es abgerissen.

Die Zeit drängt auf der Suche nach einer neuen Bleibe fürs Brückenhaus: die Abrissbirne rückt bedrohlich schnell näher.Foto: Jea
Die Zeit drängt auf der Suche nach einer neuen Bleibe fürs Brückenhaus: die Abrissbirne rückt bedrohlich schnell näher.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Die alte Villa direkt an der Steingaubrücke ist jedermann bekannt – vom Vorbeifahren zur Autobahn oder als Besucher. Es handelt sich um Kirchheims „Brückenhaus“, Sitz des gleichnamigen Vereins seit dem Jahr 1977. So lange schon wird dort Arbeit für Jugendliche betrieben, lange Zeit mit großen Finanzierungssorgen und befristeten Mietverträgen. Doch nichts hält länger als ein Provisorium: Fast 40  Jahre blieb die Anlaufstelle für Kirchheimer Jugendliche hier.

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Jetzt ist Schluss. Die Stadt hat die Fläche an eine Krankenkasse verkauft. Im März wird das Haus abgerissen. Ein Architektenwettbewerb für die Neubebauung ist am Laufen. Nächstes Jahr soll gebaut werden.

Die Brückenhaus-Mitarbeiter hoffen inständig auf eine neue Bleibe. Als Treffpunkt für Gruppen dient das Brückenhaus nicht mehr. Die Arbeit hat sich mehr in die Stadtteile und an die Schulen verlagert. Doch gerade wegen der verschiedenen Einsatzorte ist ein Lager unerlässlich. Nicht minder wichtig ist ein Treffpunkt für das stetig angewachsene Team.

Im Gespräch als Ausweichquartier ist eine ehemalige Hausmeisterwohnung, allerdings ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen.