Lokales

Eine Idee macht die Runde

„25 Jahre Tälesrettung“ in Lenningen beim DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK)feierte im Industriegebiet „Im Gänsacker“ in Lenningen das 25-jährige Bestehen der „Tälesrettung“. Auf dem Parkplatz präsentierte sich die Bereitschaft Lenninger Tal und der gesamte Kreisverband Nürtingen-Kirchheim.

Bei einer Schauübung zeigte die Wettbewerbsgruppe des Roten Kreuzes ihr Können. Foto: Markus Brändli
Bei einer Schauübung zeigte die Wettbewerbsgruppe des Roten Kreuzes ihr Können. Foto: Markus Brändli

Lenningen. Im Jahr 1986 trafen sich im „Adler“ in Lenningen die fünf Gründerväter Bernhard Kazmaier, Dieter Beuttel sowie Georg, Thomas und Karl Preu. Ihre Idee: Im Lenninger Tal ein aus Freiwilligen besetztes Rettungsfahrzeug zu stationieren. Damit sollte im Ernstfall schneller Erste Hilfe geleistet werden können. Diese Idee ist bis heute aktuell und inzwischen in die Helfer-vor-Ort-Gruppen im Kreisverband integriert worden. Mittlerweile sind rund 145 ehrenamtliche Helfer in elf Gruppen im Altkreis Nürtingen aktiv und leisten zirka 1 200 Einsätze pro Jahr.

Heute wie damals werden die Ehrenamtlichen zeitgleich mit dem hauptamtlichen Rettungsdienst alarmiert, um bis zu dessen Eintreffen bereits mit einer adäquaten Notfallversorgung der Patienten zu beginnen. Denn gerade bei schweren Notfällen, wie etwa einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall, sind die ersten Minuten entscheidend.

„Diese Idee war wegweisend für die heutige flächendeckende Erstversorgung der Bevölkerung durch die Helfer-vor-Ort“, stellte Roman Weiß, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender des DRK, in seinen Grußworten fest. Schnelle Hilfe, dezentral, am besten in räumlicher Nähe, sind die Eckpfeiler des ehrenamtlichen Helfer-vor-Ort-Projektes geworden. „Es geht ja um den Nachbarn“, war für Goran Milinovic von der DRK-Kreisbereitschaftsleitung ein wichtiges Anliegen und bringt es auf den Punkt: Erste Hilfe für den Nächsten.

„Wenn Sie alarmiert werden, dann liegt ein Notfall vor und wir können sicher sein, hier im Täle und auf der Albhochfläche, dass schnelle Hilfe auf kurzem Weg kommt“, beschrieb Owens Bürgermeisterin Verena Grötzinger den aktuellen Stand. Danach wurden die anwesenden Gründerväter der „Tälesretttung“ mit einem kleinen Präsent von den Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Lenningen und der Stadt Owen geehrt.

Zum Schluss sprach Landtagsabgeordneter Thaddäus Kunzmann, mit Blick auf die vielen Helfer-vor-Ort-Gruppen im Landkreis Esslingen: „Damals hätten Sie es nicht gedacht, dass Ihre Idee so die Runde macht, als Vorbild für den Altkreis Nürtingen und darüber hinaus“.

Im Anschluss an den Empfang gab es eine Schauübung der Wettbewerbsgruppe des Roten Kreuzes auf dem Parkplatz der Einkaufzent­ren. Ihr Können als Ersthelfer demonstrierten die DRK-Mitglieder anschaulich bei einem simulierten Verkehrsunfall zwischen einem Passanten und einem Auto. Auf dem Parkplatz gab es zudem das ganze Spektrum der Rotkreuzarbeit zu sehen: die Bergwacht mit ihrem Motorschlitten, Rettungshunde, verschiedene Einsatzfahrzeuge der Bereitschaften sowie der Katastrophenschutz mit dem Gerätewagen und einem aufgebauten Behandlungszelt. ms

Anzeige