Lokales

Erneut im Untergrund

Sanierungsprogramm für Abwasserkanäle

Bissingen geht einmal mehr in den Untergrund. Rund 350 000 Euro wendet die Seegemeinde 2013 und 2014 auf, um ihre ­Abwasserkanäle zu sanieren.

Bissingen. Die letzten Aufnahmen liegen 18 Jahre zurück. Damals waren die Abwasserrohre der Seegemeinde auf Schäden hin durchleuchtet worden. Die nächste Untersuchung des Innenlebens der Kanäle erfolgte 2007/08. In jenen Jahren beschloss der Gemeinderat in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt ein 1,4 Millionen teures Sanierungsprogramm für die nächsten sieben Jahre. Allein die Wirtschaftskrise 2009/10 machte dem ambitionierten Vorhaben der Gemeinde einen Strich durch die Rechnung.

Am 30. Juni 2011 setzte sich die Bissinger Verwaltungsspitze erneut mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts an einen Tisch. Das Ergebnis war, dass die Seegemeinde ihren Abwasserbereich aus dem Kernhaushalt ausgliederte und in einen Eigenbetrieb überführte, um die haushaltsmäßigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Sanierungsprogramm in drei Paketen bewältigen zu können.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause gab der Bissinger Gemeinderat grünes Licht für die Untersuchung und Sanierung der Kanäle im Ortsgebiet „Bissingen Süd“. Dieses erste Maßnahmenpaket, das auch den Neubau zweier Schächte bein­haltet, wird voraussichtlich mit rund 350 000 Euro zu Buche schlagen. Die Arbeiten werden ausgeschrieben, das Ratsgremium wird die Innensanierung laut Bauablaufplan Anfang Oktober vergeben.

Die Abwässerkanäle in „Bissingen Nord“ werden in einem zweiten Abschnitt 2015/16 saniert und in einem dritten Maßnahmenpaket sind 2014/15 die Kanäle in Ochsenwang einschließlich des Sammlers in den Grundwiesen an der Reihe.

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