Lokales

„Es gibt hier keine Rückzugsmöglichkeiten“

Interview mit Julie Hoffmann vom Sozialdienst für Flüchtlinge über die Betreuung von Asylbewerbern in einer Sporthalle

Julie Hoffmann hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Flüchtlinge in der Zeller Sporthalle – egal, ob sie zum Arzt müssen, einen neuen Ausweis brauchen oder einfach nur eine warme Jacke. Foto: Bulgrin

Julie Hoffmann hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Flüchtlinge in der Zeller Sporthalle - egal, ob sie zum Arzt
Julie Hoffmann hat ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Flüchtlinge in der Zeller Sporthalle - egal, ob sie zum Arzt müssen, einen neuen Ausweis brauchen oder einfach nur eine warme Jacke.Foto: Bulgrin

Kreis Esslingen. Seit einem Monat wird die Sporthalle des Berufsschulzentrums in Zell als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Mittlerweile leben dort 105 Asylbewerber. Jeweils drei Männer teilen sich eine mit Spanplatten abgeteilte Kabine, sie nutzen die Duschen und Toiletten in der Halle und können dort auch kochen und waschen. Mit der Betreuung der Flüchtlinge hat der Landkreis die Arbeiterwohlfahrt (AWO) beauftragt. Ansprechpartnerin vor Ort ist Julie Hoffmann (61), die den AWO-Sozialdienst für Flüchtlinge leitet. Kornelius Fritz hat sich mit der Sozialpädagogin über den Alltag und die Probleme der Flüchtlinge unterhalten.

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Mehr als hundert Männer wohnen seit September zusammen in der Sporthalle des Zeller Berufsschulzentrums. Ist diese Unterbringung menschenwürdig?

Wie kommen die Männer selbst mit dieser Unterkunft klar?

Woher stammen die Flüchtlinge und was haben sie durchgemacht, ehe sie hier angekommen sind?

Eine Gruppe von Syrern hat kürzlich vor dem Bürgeramt demonstriert. Worum ging es den Männern?

Konnten die Männer ihre Anträge inzwischen stellen?

Asylbewerbern ist es verboten zu arbeiten. Wie verbringen die Männer ihren Tag?

Mit welchen Problemen sind Sie in Ihrer täglichen Arbeit konfrontiert?

Wenn so viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen so eng aufeinander wohnen, sind Konflikte programmiert. Gab es bereits ernsthafte Auseinandersetzungen?

Flüchtlingsunterkünfte sorgen in der Nachbarschaft oft für Unbehagen. Gab es auch in Zell schon negative Reaktionen?

In Nordrhein-Westfalen haben Wachleute eines Sicherheitsdienstes Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft misshandelt. Auch in Zell ist eine private Security-Firma im Einsatz. Haben Sie Sorgen, dass es hier zu ähnlichen Vorfällen kommen könnte?

Wie lange dauert es nach Ihrer Erfahrung, bis über die Asylanträge entschieden wird und die Männer die Notunterkunft verlassen können?

Die Not der Flüchtlinge beschäftigt die Menschen in der Region und viele würden gerne helfen. Welche Art von Unterstützung können Sie gebrauchen?