Lokales

Für die Teilorte ist 2014 ein Jahr der Planung

Die vier Ortsvorsteher nannten bei der Haushaltsaussprache im Kirchheimer Gemeinderat kaum Großprojekte, um die es im Haushaltsjahr 2014 gehen könnte. Vielmehr sehen sie das laufende Jahr aus dem Blickwinkel der Teilorte als ein Jahr, in dem vor allem die Planung für größere Projekte auf der Agenda steht. Ab 2015 könnte dann die Umsetzung beginnen.

Kirchheim. Ötlingens Ortsvorsteher Hermann Kik sagte zur Schulentwicklungsplanung: „Die Entscheidung ist gefallen, wir blicken nach vorn.“ Die Konzentration des Ötlinger Ortschaftsrats gelte nun der Weiterentwicklung der beiden Standorte Eduard-Mörike- und Haldenschule. An der Eduard-Mörike-Schule sieht der Ortschaftsrat auch den geeigneten Standort für das geplante „Bürgerhaus“. Der Platz hinter dem Rathaus dagegen wird von einer großen Mehrheit des Ortschaftsrats nicht mehr favorisiert. Ein Grund für die Abkehr von diesem Standort in der Ortsmitte ist die Parksituation. Beim Parkdruck, der rund um den Ötlinger Bahnhof herrscht, soll die Stadtverwaltung Abhilfe schaffen oder zumindest Vorschläge entwickeln. Das gehört ebenso zu den Anträgen des Ortschaftsrats wie die Wiederaufnahme der Planungen, den Ortseingang aus Richtung Lindorf neu zu gestalten. Unter anderem auf diesen Ortseingang bezog sich wohl auch die Befürchtung von Ortsvorsteher Kik, dass Projekte im Finanzplan für 2015 stehen könnten, die dann aber im Haushalt doch nicht umgesetzt, sondern „immer weiter nach hinten geschoben werden“.

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Auch Jesingens Ortsvorsteher Christopher Grampes mahnte an, nicht alles zu schieben. Als Beispiel dafür nannte er den Kindergarten Reußensteinstraße: Dort sei möglichst schnell der Außenbereich für die Kinder unter drei Jahren herzustellen, und außerdem sei der Vorplatz umzugestalten. In Jesingen geht es natürlich – ähnlich wie in Ötlingen – um die Auswirkungen der Schulentwicklung: „Wir werden uns daranmachen, ein Bildungshaus auf dem Jesinger Schulareal zu durchdenken.“ Wichtig sei ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder im Alter von null bis zehn Jahren. Dafür brauche es ein Konzept, weil bereits 2017 der Werkrealschulbetrieb in Jesingen eingestellt wird. Auch sonst sieht Ortsvorsteher Grampes den Schwerpunkt für 2014 im Planen, ob es sich dabei um die Zukunft des Jesinger Rathauses handelt oder um die Erweiterung des Feuerwehrmagazins.

Einzig in Nabern gibt es derzeit ein Groß- und Langzeitprojekt, das in Bälde zum Abschluss kommen soll: die neue Gießnauhalle. Ortsvorsteherin Susanne Jakob sparte bei aller Freude über die neue Halle den „Wermutstropfen“ nicht aus: „Die Naberner teilen die Verärgerung des Gemeinderats über die Kostenentwicklung, die jedoch weder der Ortschaftsrat noch die zukünftigen Nutzer zu vertreten haben.“ – Handlungsbedarf bestehe beim Flachdach der Aussegnungshalle: Ein Wassereinbruch nach starkem Regen hatte aufgezeigt, wie sanierungsbedürftig das Dach ist. Ansonsten geht es auch in Nabern darum, dass Grundschule und Kindergarten näher zusammenrücken. Und auch in einem ganz anderen Bereich geht es um ein Zusammenrücken: Der Ortschaftsrat beantragt, dass die Stadtverwaltung „den Übergang der Kläranlage Bissingen-Nabern in das Vermögen des Gruppenklärwerks“ prüft.

Dass sich auch für den Lindorfer Ortschaftsrat das Jahr 2014 zum größten Teil als Planungsjahr darstelle, betonte Ortsvorsteher Stefan Würtele. Zu planen seien im Einzelnen: ein Raumkonzept für den Kindergarten Eichwiesen sowie die Bebauung der Ortsmitte Lindorf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt für den Ortschaftsrat auf dem Bürgerhaus. Dabei geht es nicht nur um einen altersgerechten Zugang, sondern auch um den Umbau der Heizungsanlage, um die Umstellung auf LED-Beleuchtung und das Installieren von Rauchmeldern. Außerdem wollen die Lindorfer die Busanbindung verbessern.