Lokales

Kinder blicken täglich aufs Spendenbarometer

Der Förderverein der Freihof-Grundschule will ein Klettergerüst für den Pausenhof der Erst- und Zweitklässler finanzieren

Der Förderverein der Kirchheimer Freihof-Grundschule möchte den Klassen 1 und 2 ein Spielgerät für den Pausenhof finanzieren. Auf diese Art und Weise kommt das Klettergerät wesentlich früher als von der Stadt Kirchheim vorgesehen.

Bewegung gibt es in den Pausen auf dem Hof der Kirchheimer Freihof-Grundschule jetzt schon. Das passende Klettergerüst will der
Bewegung gibt es in den Pausen auf dem Hof der Kirchheimer Freihof-Grundschule jetzt schon. Das passende Klettergerüst will der Förderverein bis September durch Spenden finanzieren.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Wie viele andere Schulfördervereine auch, sorgt der Verein an der Freihof-Grundschule dafür, dass sich die Schule Geräte und Materialien anschaffen kann, die sonst aus dem Schulbudget nicht zu finanzieren wären. Und auch mit Spielgeräten kennt sich der Verein bereits gut aus – hat er doch vor Jahren schon das Spielgerät für die Klassen 3 und 4 an der Hammerschmiede mitfinanziert. Wegen der Bauarbeiten an der benachbarten Freihof-Realschule wurde dieses Gerät vorübergehend abgebaut und wartet nun auf seine Wiederaufstellung.

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„Wir sind eine kleine Grundschule, haben aber trotzdem zwei Pausenhöfe“, sagt Elli Reichel, die Erste Vorsitzende des Fördervereins. Während aber das Warten auf das „alte“ Klettergerüst für die älteren Schüler an der Hammerschmiede absehbar ist, wollte der Verein für den Pausenhof der jüngeren Kinder neben dem „Schlössle“ nicht mehr allzu lange warten. „Wir hatten eigentlich einmal gedacht, dass der Schulhof für die Grundschule gleichzeitig mit dem der Realschule hergerichtet wird“, sagt Elli Reichel. Dann aber habe es geheißen, dass die Stadt das Klettergerüst nicht vor dem Schuljahr 2014/2015 finanzieren könne. Deshalb habe sich der Förderverein gesagt: „Da müssen wir was machen. Es kann ja nicht sein, dass wir eine ,bewegte Grundschule‘ sind ohne richtige Klettermöglichkeit.“

Während der Förderverein für das erste Gerät an der Hammerschmiede die Hälfte der Kosten übernommen hatte, steigt er nun mit den kompletten Kosten für die Anschaffung ein. 12 000 Euro soll das Klettergerüst kosten, das bereits ausgewählt und auch von Grundschülern getestet ist. 6 000 ­Euro hat der Förderverein aus Eigenmitteln zur Verfügung gestellt. Für den Rest hoffen die Vereinsverantwortlichen auf Spender. Sie haben zu diesem Zweck eine „Spendenmappe“ mit entsprechenden Informationen zusammengestellt, die bei der Vorsitzenden Elli Reichel unter der Telefonnummer 0 70 21/4 42 49 oder per E-Mail an die Adresse reichel_elli@web.de angefordert werden kann.

Besonderen Wert legt der Vereinsvorstand auf die Tatsache, dass die einzelnen Schulklassen aufgefordert sind, sich Aktionen zu überlegen, wie sie das Spendenbarometer zum Steigen bringen können. „Wir nehmen die Kinder mit ins Boot“, meint Elli Reichel. „Dann ist es nämlich nicht nur das Spielgerät der Schule, sondern das der Kinder.“ Die Schüler seien jetzt schon „mit Feuereifer dabei, wenn ich das Spendenbarometer auf den neuesten Stand bringe“.

Mit dabei wollen auch die Eltern sein, und das nicht nur durch Spenden. Aber das Angebot zur praktischen Mithilfe stößt rasch an Grenzen, wie Schulleiter Michael Harzer weiß: „Da geht es um Sicherheits­aspekte.“ Wenn Eltern das Gerät aufstellen würden, müssten sie die Haftung übernehmen, falls sich etwas aus der Verankerung lösen sollte.

An dieser Stelle kommt die Stadt Kirchheim dann eben doch mit ins Boot. Der zuständige Geschäftskreisleiter Martin Zimmert sagte dem Teckboten gegenüber: „Es war von vornherein klar, dass die Stadt das Spielgerät nicht sofort finanziert.“ Für die Aufstellung allerdings seien 10 000 Euro im Haushalt für 2012 vorgesehen. Wenn sich die Stadt mit dieser Summe einbringt, trägt sie also fast die Hälfte der Gesamtkosten.

Damit steigen die Chancen, dass das neue Klettergerüst im September in Betrieb gehen kann – zum zehnjährigen Bestehen des Fördervereins.