Lokales

Kunst, Kulinarisches und Kirchenkonzert

Stimmungsvoller Adventsmarkt in Weilheim – Aufwärmen im Rathaus und Bürgerhaus

Ob Hallo, Tag, Servus oder ein „Junge Frau, ich grüße Sie“: Alle diese Begrüßungen waren auf dem Adventsmarkt in Weilheim zu hören. Viele Bekannte trafen sich dort, auf Initiative des Gewerbevereins präsentierten die Stände ein reiches Angebot. Dazu gab es in der Peterskirche ein Adventskonzert.

Bei der Tombola war der Andrang groß.Foto: Peter Dietrich
Bei der Tombola war der Andrang groß.Foto: Peter Dietrich

Weilheim. Bundesweit mehr als einhundert Firmen hatte der Weilheimer Waldkindergarten angeschrieben und um eine Spende für seine Tombola gebeten. Rund ein Viertel hatte die Bitte erfüllt. Doch ein Großteil der über 700 Preise kam von Firmen aus der Region in Weilheim, Kirchheim, Nürtingen und Göppingen, die der Waldkindergarten geduldig besucht hatte. Nieten gab es bei der Adventsmarkt-Tombola keine, mindestens ein Trostpreis war für jeden Loskäufer drin. Der Andrang war entsprechend groß. Im Zelt nebenan lud der Waldkindergarten zum Kerzenziehen mit echtem Bienenwachs ein.

Die schönsten Schneemänner des Adventsmarkts waren aus Holz, erreichten zum Teil stattliche Größen und kamen von Holzspielwaren Holder aus Neidlingen. Die WEK Werkstätten Esslingen-Kirchheim hatten ein Mühlespiel aus Filz oder Leder im Angebot, sehr handlich zum Mitnehmen. Aus Ötlingen kam fantasievolle Tiffany-Glaskunst. Es gab Duftkerzen und Tee, warme Socken und Filzpuschen zu kaufen. Aus fairem Handel waren unter anderem Kaffee, Kakao, Schokolade und getrocknete Mangos im Angebot. Das Jugendrotkreuz verkaufte zugunsten von Kinderprojekten in Äthiopien, Sankt Petersburg und Kirchheim beziehungsweise Weilheim. Die Siebtklässler der Werkrealschule Weilheim buken Waffeln. An weiteren Speisen hatte der Adventsmarkt unter anderem Rote, Schupfnudeln und Griebenschmalzbrot zu bieten.

Die Musikvereinsjugend spielte bei sanftem Schneefall nicht unter dem Weihnachtsbaum am Marktplatz, sondern im Foyer des Rathauses. Bei „Herbei, oh ihr Gläubigen“ und „Vom Himmel hoch“ kamen immer mehr Zuhörer, bis das angenehm warme Foyer gut gefüllt war. Ebenfalls gut zum Aufwärmen war es bei Kaffee und Kuchen im Erdgeschoss des Bürgerhauses, einen Stock höher in der Mörikestube freute sich der Verein der Weinbergbesitzer über Gäste. Das Haus Kalixtenberg lud zur Handmassage ein.

Seit gut einem Jahr ist die Bläserklasse der Realschule Weilheim zusammen, sie machte beim Adventskonzert in der sehr gut besetzten Peterskirche den Auftakt. Dann zeigte der Sing-out-Chor Kirchheim, in welche musikalischen Höhen man mit viel Übung gelangen kann. Seine fünf A-capella-Stücke waren in jeder Hinsicht ein Genuss, von „An Irish Blessing“ über das anspruchsvolle „Gloria“ bis zum afrikanisch-fröhlichen „Amazaliwa“. Bernd Reichenecker, der den Chor im Mai dieses Jahres übernahm, legt viel Wert auf guten Chorklang. Mit Erfolg: Der Chor sang mit mustergültiger Präzision und Intonation. „Wir sind gekommen, weil es uns Spaß macht und weil man uns gefragt hat“, meinte eine Mitsängerin. „Und weil der Leiter der Realschule bei uns mitsingt.“

Anschließend wurden die zwölf Mädchen des Schulchors von den Damen des Sing-out-Chors unterstützt. Der Leiter und Pianist Reinhard Klay bat die Zuhörer, in den Pausen eines Liedblocks nicht zu klatschen. Doch dann brachte der Schulchor das „Go tell it on the mountain“ so frisch, dass es die Zuhörer dennoch taten. Beim „Macht hoch die Tür“ waren alle zum Mitsingen aufgefordert.

Nochmals trat die Bläserklasse auf und wünschte ein melodisches „Merry Christmas“. Sie wurde nach drei Liedern von der Big Band der überaus musikalischen Realschule abgelöst. Nach einer rundum gelungenen Stunde entließ die Big Band die Zuhörer mit einem „Fröhliche Weihnacht überall“. Der Inhalt der Körbchen am Ausgang kommt der Partnerschule in Ghana zugute, die Realschule Weilheim unterstützt dort den Bau einer Krankenstation.

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